Turkmenen fliehen vor syrischer Armee in die Türkei

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Von Euronews
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Mehrere tausend Turkmenen sind in den vergangenen Tagen aus der syrischen Provinz Latakia in die Türkei geflohen. Das teilte die türkische

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Mehrere tausend Turkmenen sind in den vergangenen Tagen aus der syrischen Provinz Latakia in die Türkei geflohen. Das teilte die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD mit. Grund ist der Vormarsch der syrische Regierungstruppen. Zwar gilt Latakia überwiegend als regierungstreu, viele Turkmenen kämpfen aber in den Reihen der Rebellen. In den kommenden Tagen könnten noch mehr Turkmenen fliehen.

Derzeit wird in der Stadt Yamadi ein Lager, in dem Angehörige dieser überwiegend sunnitischen Minderheit leben, evakuiert, so ein Turkmenen-Vertreter. Die Menschen gehen von hier aus zunächst ins türkische Yayladağı. In Syrien leben rund 200.000 Turkmenen, türkische Quellen sprechen von bis zu 1,5 Millionen.

#Turkmen families, fleeing the violent attacks in the NW of #Syria took refuge in #Turkey. https://t.co/4ZXLjs2qDppic.twitter.com/amdLAfQvnx

— AFAD (@AFADTurkey) 31. Januar 2016

Unterdessen veröffentlichte Russland ein Video, das zeigen soll, wie die türkische Armee ein syrisches Grenzdorf beschießt. Man erwarte von der NATO umgehend eine Erklärung über den Vorfall, so das russische Verteidigungsministerium, das gleichzeitig türkische Anschuldigungen, ein russisches Flugzeug habe den türkischen Luftraum verletzt, zurückwies. Russland wirft auch über Latakia Bomben auf Rebellengruppen ab – die Miliz Islamischer Staat ist hier praktisch nicht vertreten. Allerdings sollen es turkmenische Aufständische gewesen sein, die im November den russischen Piloten töteten. Die Türkei, die sich als Schutzmacht der Turkemenen sieht, verdächtigt Russland, bewusst gegen die Turkmenen in Syrien vorzugehen. Auch würden die russischen Bombenangriffe die Flüchtlingsströme verstärken, so Ankara.

Die Türkei ist im Syrienkonflikt gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad und unterstützt Rebellen. Russland ist ein Alliierter Assads, der auch vom Iran und der schiitischen Hisbollah aus dem Libanon unterstützt wird.

Seite des russische Verteidigungsministeriums zum Syrien-Einsatz

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