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\n*Zum Ergebnis der Wahlen schreibt die linksliberale Zeitung \u0022Gazeta Wyborcza\u0022 aus Polen:*\n\u0022Das Ergebnis der Wahlen ist f\u00fcr Merkel ein harter Schlag. Die Kanzlerin wackelt seit Monaten, ihre Umfragewerte und die ihrer Partei sinken. Das sind die Folgen der Entscheidung vom letzten Jahr, die deutschen Grenzen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge zu \u00f6ffnen. (...) Seit Sonntag wackelt Merkel noch mehr. Nach der Niederlage in Mecklenburg-Vorpommern muss sie (Merkel) zum Angriff \u00fcbergehen. Die Unionspolitiker k\u00f6nnen nicht unt\u00e4tig zuschauen, wenn die Populisten schreien, dass Merkel Deutschland ins Verderben f\u00fchrt. Um neuen Aufwind zu bekommen, muss Merkel die Angst verbreitenden Populisten mit Argumenten konfrontieren.\u0022\n
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M\u00fchlstein #Fl\u00fcchtlingspolitik: Merkels Reich zerf\u00e4llt (von Berthold Kohler) https://t.co/zf6zHKfvvA

— FAZ Politik (FAZ_Politik) 5. September 2016\n \n \n\nDie liberale Zeitung \u201cHospodarske noviny\u201d aus Tschechien meint:\n\u201cDer Langtagswahlerfolg der AfD hat bewiesen, dass es in Deutschland zu viele Menschen gibt, die den niedrigsten emotionalen Vorstellungen erliegen \u2013 wie der, dass andere, die von au\u00dfen kommen, an ihrer sozial schwachen Stellung schuld sind. Angela Merkel zweifelt heute teilweise selbst am Ausma\u00df ihres Entgegenkommens gegen\u00fcber Fl\u00fcchtlingen. Im Zentrum ihres Kampfes um das politische \u00dcberleben steht etwas anderes: Die Angst, dass sich Deutschland erneut in das Irrenhaus Europas verwandeln k\u00f6nnte, wenn die wirtschaftliche Prosperit\u00e4t nicht garantiert ist. Dieser Wahnsinn w\u00fcrde dann auch andere mit ins Verderben rei\u00dfen. Merkel und die CDU m\u00fcssen versuchen, die AfD nicht nur zu kultivieren, sondern ihr auch mit wirtschaftlichem Wachstum den Wind aus den Segeln zu nehmen.\u201d\n \n\n Die #AfD f\u00fchrt einen Kultur-, keinen Klassenkampf \u2013 mit \u201cK\u00fcmmern\u201d ist es daher nicht getan, schreibt HannahBeitzerhttps://t.co/5lZUY8vLpi

— S\u00fcddeutsche Zeitung (SZ) 5. September 2016\n \n \n\nDie italienische Zeitung \u201cLa Repubblica\u201d schreibt:\n\u201cGenau vor einem Jahr hat Merkel die Tore f\u00fcr eine Million Fl\u00fcchtlinge ge\u00f6ffnet und erkl\u00e4rt, dass dies f\u00fcr ein starkes Land wie Deutschland eine Pflicht sei, und die Verantwortung klang wie eine Hoffnung mit der Aussage \u201cWir schaffen das\u201d. Heute hat sich diese mutige Politik, die eine Richtungswende in einer EU bedeutet, wo die Migration traditionell als ein Problem des S\u00fcdens angesehen wird, gegen Kanzlerin Merkel gewendet \u2013 mit einem politischen Multiplikator, der mit der Angst arbeitet und nicht mit Fakten: Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit den wenigsten Immigranten. Aber die Zahlen z\u00e4hlen nicht.\u201d\n\n Die franz\u00f6sische Tageszeitung \u201cLe Monde\u201d meint:\n\u201cDiese Krise bedroht das institutionelle Gleichgewicht in Deutschland, wo doch die im Sterben liegenden Sozialdemokraten M\u00fche haben, eine politische Alternative zu pr\u00e4sentieren. In dieser Sache hat Angela Merkel zwei Gesetze der deutschen Politik gebrochen. Zuerst hat sie eine Partei rechts der CSU hochkommen lassen, der bayerischen Christdemokraten, die bisher f\u00fcr die Kanalisierung rechter Str\u00f6mungen eines Teils der Bev\u00f6lkerung zust\u00e4ndig waren. Und dann nimmt sie das Risiko in Kauf, die traditionelle Rechte auseinanderbrechen zu lassen (...). Ein Bruch mit den Bayern w\u00e4re politisch t\u00f6dlich. Soweit ist es noch nicht. Europa kann sich kein Ende der deutschen Ausnahme erlauben: Das Land hat es geschafft hat, bei nationalen Wahlen von der ultra-nationalistischen Welle verschont zu bleiben. Dort liegt auch die historische Verantwortung Angela Merkels. Am Tiefpunkt ihrer Popularit\u00e4t angelangt, bleibt ihr ein Jahr Zeit, um zu \u00fcberzeugen.\u201d\n \n\n Das Weltbild vieler frustrierter Menschen l\u00f6st sich zunehmend von Fakten. Ein paar Thesen zur MeckPomm-Wahl #ltwmp https://t.co/DIaHnqdWAt\u2014 Ulrich Schulte (UlrichSchulte) 5. September 2016
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\n*Die regierungsnahe Budapester Tageszeitung \u0022Magyar Id\u00f6k\u0022 sagt:*\n\u0022Es ist ein Weckruf f\u00fcr Angela Merkel. Es birgt die Botschaft in sich, dass die Deutschen trotz des (wegen dem Holocaust) in der Tiefe ihrer Seele wohnenden Schuldbewusstseins nicht dazu verpflichtet sind, jeden sozial Ausgegrenzten, jeden Verfolgten, jeden Bettler dieser Welt aufzunehmen. Die Deutschen haben die Nase voll von einer politischen Elite, darin eingeschlossen die Liberalen, die Sozialdemokraten, die Gr\u00fcnen und auch ein bedeutendes Segment der CDU, die sich vom Boden der Realit\u00e4t entfernt hat und glaubt, alles besser zu wissen. Die ihre Politik (der Offenheit f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge) uns allen in Europa aufzwingen m\u00f6chte. Das Scheitern dieser Politik ist zugleich auch das Scheitern Angela Merkels!\u0022\n
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Vergrault die #AfD Urlauber? Der tagesspiegel schreibt dar\u00fcber und fragte u.a. unseren Redaktionsleiter in #Anklam: https://t.co/PYIdMW1u51\u2014 Nordkurier (@Nordkurier) 6. September 2016\n \n \n\nDie nationalkonservative lettische Zeitung \u201cNeatkariga Rita Avize\u201d kommentiert:\n\u201cNur 19 Prozent der W\u00e4hler in Mecklenburg-Vorpommern votierten f\u00fcr die CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Noch schmerzlicher ist dieser Verlust nicht nur, weil die Sozialdemokraten (30,6 Prozent) mehr Stimmen erhielten, sondern auch die rechte Partei Alternative f\u00fcr Deutschland (fast 21 Prozent). Politiker und Politologen sind sich einig, dass damit in erster Linie die Haltung zu Merkels Fl\u00fcchtlingspolitik zum Ausdruck gebracht wurde, die bei weitem nicht so erfolgreich ist wie deklariert wird und zu offensichtlichen Rissen in ihrem eigenen konservativen Lager gef\u00fchrt hat. Deutschland erwartet jetzt mit Ungeduld und Sorge die Kommunalwahlen in Berlin, die am 18. September stattfinden werden. Der Wahlausgang d\u00fcrfte auch \u00fcber den k\u00fcnftigen Kurs der Regierung entscheiden und dar\u00fcber, ob Merkel sich im n\u00e4chsten Jahr bei der Bundestagswahl um eine vierte Amtszeit bewirbt. Deutsche Politologen r\u00e4umen ein, dass es in der CDU keine echte Alternativen gibt.\u201d\n\n Die liberale d\u00e4nische Tageszeitung \u201cPolitiken\u201d schreibt:\n\u201cDie Politik der AfD und das Wahlergebnis sollten dem Rest der EU Angst machen, wo Rechtsnationale Schlange stehen, um auf \u00e4hnliche Weise gemeinsame europ\u00e4ische L\u00f6sungen und gegenseitige Solidarit\u00e4t zugunsten eines Nationalismus zu untergraben, der Europa nichts Gutes bringen wird. Merkel hat noch ein Jahr, um zu zeigen, dass die AfD keine Alternative bietet, h\u00f6chstens einen R\u00fcckschritt, der sowohl Deutschland als auch Europa belasten wird.\u201d\n \n\n Journalisten sollten von ihren Lesern nicht zu wenig erwarten (von Ursula Scheer) https://t.co/HLoJcTa43I\u2014 FAZ Feuilleton (FAZ_Feuilleton) 3. September 2016

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Blog | Deus ex Machina: Das regierungsfreundliche GibGeldDuOpfa der Medien in der Provinz (von Don Alphonso) https://t.co/jSzoMX4tcJ

— FAZ Feuilleton (FAZ_Feuilleton) 6. September 2016\n \n \n\n(Quelle: dpa)", "dateCreated": "2016-09-06 11:20:38", "dateModified": "2016-09-06 11:20:38", "datePublished": "2016-09-06 11:20:38", "image": { "@type": "ImageObject", "url": "https://static.euronews.com/articles/343189/1440x810_343189.jpg", "height": "1440px", "width": "810px", "caption": "Internationale Presse nach MeckPomm: \u0022Weckruf f\u00fcr Angela Merkel\u0022", "thumbnail": "https://static.euronews.com/articles/343189/1440x810_343189.jpg", "publisher": { "@type": "Organization", "name": "euronews", "url": "https://static.euronews.com/website/images/euronews_logo.png" } }, "author": { "@type": "Person", "name": "Euronews", "url": "http://de.euronews.com/", "sameAs": [ "https://www.facebook.com/de.euronews", "https://twitter.com/euronewsde", "https://flipboard.com/@euronewsde", "https://www.linkedin.com/company/euronews", "https://www.instagram.com/euronews_deutsch/" ] }, "publisher": { "@type": "Organization", "name": "Euronews", "legalName": "Euronews", "url": "http://de.euronews.com/", "logo": { "@type": "ImageObject", "url": "https://static.euronews.com/website/images/euronews_logo.png", "width": "688px", "height": "102px" }, "sameAs": [ "https://www.facebook.com/de.euronews", "https://twitter.com/euronewsde", "https://flipboard.com/@euronewsde", "https://www.linkedin.com/company/euronews", "https://www.instagram.com/euronews_deutsch/" ] } }, { "@type": "BreadcrumbList", "itemListElement": [ { "@type": "ListItem", "position": 1, "name": "Home", "item": "https://de.euronews.com/" }, { "@type": "ListItem", "position": 2, "name": "Nachrichten", "item": "https://de.euronews.com/nachrichten" }, { "@type": "ListItem", "position": 3, "name": "Welt", "item": "https://de.euronews.com/nachrichten/international" }, { "@type": "ListItem", "position": 4, "name": "Internationale Presse nach MeckPomm: \u0022Weckruf f\u00fcr Angela Merkel\u0022", "item": "https://de.euronews.com/2016/09/06/internationale-presse-nach-meckpomm-weckruf-fuer-angela-merkel" } ] }, { "@type": "WebSite", "name": "Euronews.com", "url": "http://de.euronews.com/", "potentialAction": { "@type": "SearchAction", "target": "http://de.euronews.com/search?query={search_term_string}", "query-input": "required name=search_term_string" }, "sameAs": [ "https://www.facebook.com/de.euronews", "https://twitter.com/euronewsde", "https://flipboard.com/@euronewsde", "https://www.linkedin.com/company/euronews", "https://www.instagram.com/euronews_deutsch/" ] } ] }

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Internationale Presse nach MeckPomm: "Weckruf für Angela Merkel"

Internationale Presse nach MeckPomm: "Weckruf für Angela Merkel"
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Auch zwei Tage nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die Abstimmung noch immer Thema in den Kommentarspalten der internationalen Zeitungen. Wir haben einige Meinungen für Sie zusammengetragen.

Das Scheitern dieser Politik ist zugleich auch das Scheitern Angela Merkels!

Magyar Idök Zeitung aus Budapest

Die Wiener Zeitung “Der Standard” kommentiert:
“Nach der Wahl ist bekanntlich vor der Wahl, und daher wird in Berlin zwar noch Mecklenburg-Vorpommern aufgearbeitet, man blickt jedoch bereits auf den 18. September. An diesem Sonntag wählt Berlin, das Ergebnis dürfte ähnlich ausfallen wie in Mecklenburg-Vorpommern: gut für die AfD, wenngleich nicht ganz so stark, da Berlin eine linksorientierte Stadt ist. Der notorisch schwachen Hauptstadt-CDU stehen Verluste ins Haus, die SPD wird weiterhin den Regierenden Bürgermeister stellen. Das ist für sie psychologisch enorm wichtig. Kein Wunder, dass SPD-Chef Sigmar Gabriel gerade Hoffnung schöpft. Noch vor einem Jahr hätte man niemanden ausgelacht, der vorgeschlagen hätte, die SPD brauche gar nicht mit einem eigenen Kanzlerkandidaten antreten, weil sie auf Jahre hinaus keine Chance haben werde, die beliebte und populäre Kanzlerin Angela Merkel zu beerben. Gabriel, der ewige Zweite. Er hat einige sozialdemokratische Marksteine wie den Mindestlohn oder die Rente mit 63 in die großkoalitionäre Landschaft setzen können, aber den Ruhm räumte Merkel ab – bis jetzt.”

Die liberale lettische Zeitung “Diena” schreibt:
“Die liberale Einwanderungspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird verantwortlich gemacht für das schlechte Abschneiden der von ihr geführten CDU bei den Landtagswahlen am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern. In der Region im Nordosten Deutschlands, von wo aus Merkel sechsmal in den Bundestag gewählt wurde, rangierte die CDU nicht nur hinter der dort seit 1998 regierenden SPD, sondern auch hinter der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AFD), deren politische Führer mit fremdenfeindlichen Äußerungen hervorstechen. In einem der bevölkerungsärmsten und ärmsten Bundesländer erhielt die CDU nur 19 Prozent der Stimmen – es ist das schlechteste Ergebnis der Partei bei Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern.”

Die linksliberale Madrider Zeitung “El País” sieht es so:
“Der zweite Platz, den die ausländerfeindlichen Ultrarechten bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern errungen haben, ist schon alarmierend. Sowohl wegen der Umstände, unter denen dieser zustande kam, als auch wegen der Bedeutung für die unmittelbare Zukunft des Landes, das am meisten Gewicht in der EU hat. Die AfD hat gute Chancen, bei der Bundestagswahl nächstes Jahr zur viert- oder sogar zur drittstärksten Kraft zu avancieren (…) Deutschland ist einer der Hauptempfänger des riesigen Ansturms von Flüchtlingen, die Europa als Ziel haben. Die Bürgersolidarität ist natürlich von unschätzbarem Wert, aber das richtige Management der Flüchtlingskrise ist von grundlegender Bedeutung, um zu verhindern, dass der Wähler weiterhin gefährlichen Sirenengesängen erliegt. Die Ergebnisse vom Sonntag sind ein Warnsignal, das man nicht überhören darf.”


Die liberale Zeitung “Hospodarske noviny” aus Tschechien meint:
“Der Langtagswahlerfolg der AfD hat bewiesen, dass es in Deutschland zu viele Menschen gibt, die den niedrigsten emotionalen Vorstellungen erliegen – wie der, dass andere, die von außen kommen, an ihrer sozial schwachen Stellung schuld sind. Angela Merkel zweifelt heute teilweise selbst am Ausmaß ihres Entgegenkommens gegenüber Flüchtlingen. Im Zentrum ihres Kampfes um das politische Überleben steht etwas anderes: Die Angst, dass sich Deutschland erneut in das Irrenhaus Europas verwandeln könnte, wenn die wirtschaftliche Prosperität nicht garantiert ist. Dieser Wahnsinn würde dann auch andere mit ins Verderben reißen. Merkel und die CDU müssen versuchen, die AfD nicht nur zu kultivieren, sondern ihr auch mit wirtschaftlichem Wachstum den Wind aus den Segeln zu nehmen.”

Die italienische Zeitung “La Repubblica” schreibt:
“Genau vor einem Jahr hat Merkel die Tore für eine Million Flüchtlinge geöffnet und erklärt, dass dies für ein starkes Land wie Deutschland eine Pflicht sei, und die Verantwortung klang wie eine Hoffnung mit der Aussage “Wir schaffen das”. Heute hat sich diese mutige Politik, die eine Richtungswende in einer EU bedeutet, wo die Migration traditionell als ein Problem des Südens angesehen wird, gegen Kanzlerin Merkel gewendet – mit einem politischen Multiplikator, der mit der Angst arbeitet und nicht mit Fakten: Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit den wenigsten Immigranten. Aber die Zahlen zählen nicht.”

Die französische Tageszeitung “Le Monde” meint:
“Diese Krise bedroht das institutionelle Gleichgewicht in Deutschland, wo doch die im Sterben liegenden Sozialdemokraten Mühe haben, eine politische Alternative zu präsentieren. In dieser Sache hat Angela Merkel zwei Gesetze der deutschen Politik gebrochen. Zuerst hat sie eine Partei rechts der CSU hochkommen lassen, der bayerischen Christdemokraten, die bisher für die Kanalisierung rechter Strömungen eines Teils der Bevölkerung zuständig waren. Und dann nimmt sie das Risiko in Kauf, die traditionelle Rechte auseinanderbrechen zu lassen (…). Ein Bruch mit den Bayern wäre politisch tödlich. Soweit ist es noch nicht. Europa kann sich kein Ende der deutschen Ausnahme erlauben: Das Land hat es geschafft hat, bei nationalen Wahlen von der ultra-nationalistischen Welle verschont zu bleiben. Dort liegt auch die historische Verantwortung Angela Merkels. Am Tiefpunkt ihrer Popularität angelangt, bleibt ihr ein Jahr Zeit, um zu überzeugen.”


Die nationalkonservative lettische Zeitung “Neatkariga Rita Avize” kommentiert:
“Nur 19 Prozent der Wähler in Mecklenburg-Vorpommern votierten für die CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Noch schmerzlicher ist dieser Verlust nicht nur, weil die Sozialdemokraten (30,6 Prozent) mehr Stimmen erhielten, sondern auch die rechte Partei Alternative für Deutschland (fast 21 Prozent). Politiker und Politologen sind sich einig, dass damit in erster Linie die Haltung zu Merkels Flüchtlingspolitik zum Ausdruck gebracht wurde, die bei weitem nicht so erfolgreich ist wie deklariert wird und zu offensichtlichen Rissen in ihrem eigenen konservativen Lager geführt hat. Deutschland erwartet jetzt mit Ungeduld und Sorge die Kommunalwahlen in Berlin, die am 18. September stattfinden werden. Der Wahlausgang dürfte auch über den künftigen Kurs der Regierung entscheiden und darüber, ob Merkel sich im nächsten Jahr bei der Bundestagswahl um eine vierte Amtszeit bewirbt. Deutsche Politologen räumen ein, dass es in der CDU keine echte Alternativen gibt.”

Die liberale dänische Tageszeitung “Politiken” schreibt:
“Die Politik der AfD und das Wahlergebnis sollten dem Rest der EU Angst machen, wo Rechtsnationale Schlange stehen, um auf ähnliche Weise gemeinsame europäische Lösungen und gegenseitige Solidarität zugunsten eines Nationalismus zu untergraben, der Europa nichts Gutes bringen wird. Merkel hat noch ein Jahr, um zu zeigen, dass die AfD keine Alternative bietet, höchstens einen Rückschritt, der sowohl Deutschland als auch Europa belasten wird.”


(Quelle: dpa)