Vertrauen auf Allah – Paris-Attentäter will keine Verteidigung

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Von Christoph Debets
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Die Anwälte des Attentäters von Paris, Salah Abdeslam, wollen ihren Mandanten nicht länger verteidigen.

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Die Anwälte des mutmaßlichen Paris-Attentäters Salah Abdeslam legen ihr Mandat nieder. Frank Berton und Sven Mary begründeten dies am Mittwoch im Fernsehsender BFM mit dem Schweigen ihres Mandanten. Als sie Abdeslam ihre Entscheidung mitteilten, habe er sie darüber informiert, dass er keinerlei Verteidigung wünsche.

Er wolle dem Untersuchungsrichter schriftlich mitteilen, dass er auf sein Recht auf Verteidigung verzichte. Abdeslam habe ihnen gesagt, dass Allah ihm beistehe. Die Anwälte führten Abdeslams Schweigen auf dessen ständige Videoüberwachung in der Untersuchungshaft zurück.

BFMTV-Interview mit den Anwälten (Französisch)

Der 27-jährige ist der einzige Überlebende der Paris-Attentäter. Er war Mitte März in Belgien festgenommen und Ende April an Frankreich ausgeliefert worden. Er verweigert seitdem die Aussage. Ihm wird Beteiligung an den Pariser Anschlägen vorgeworfen, bei denen drei Islamisten-Kommandos 130 Menschen ermordet hatten.

#Sondage: êtes-vous favorable à l'usage de la #torture sur Salah #Abdeslam ?
(responsable de 200 morts au Bataclan et qui refuse de parler)

— Napoléon (@tprincedelamour) October 12, 2016

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