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Gambia: Oppositionskandidat Barrow gewinnt Präsidentschaftswahl

Gambia: Oppositionskandidat Barrow gewinnt Präsidentschaftswahl
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Oppositionskandidat Adama Barrow ist zum Sieger der Präsidentschaftswahlen in Gambia erklärt worden. Amtsinhaber Yahya Jammeh hat seine Niederlage eingestanden. Jammeh regierte das Land seit 1994 mit harter Hand und hatte einst angekündigt, “eine Milliarde Jahre” lang an der Macht zu bleiben.

Wahlsieger Barrow ist im Immobiliengeschäft tätig und politisch bisher kaum in Erscheinung getreten.

“Er hat insgesamt 263.515 Stimmen erhalten, und hiermit erkläre ich Adama Barrow zum ordnungsgemäß gewählten Präsidenten der Republik Gambia”, verkündete der Direktor der Wahlleitung.

Dem bisherigen Präsidenten Yahya Jammeh wird von Menschenrechtsorganisationen unter anderem vorgeworfen, politische Gegner und Minderheiten mit Hilfe seines Sicherheitsapparates zu unterdrücken. Armut und fehlende Perspektiven sind weitere Gründe, weshalb Zehntausende das westafrikanische Land mit Ziel Europa verlassen haben. Jammeh hatte 1994 durch einen Militärputsch die Macht übernommen. 2007 behauptete er, Aids per Handauflegen heilen zu können.

Gambias kommender Präsident Adama Barrow will zunächst eine dreijährige Übergangsregierung einsetzen, die aus Mitgliedern der Oppositionsparteien bestehen soll.

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