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"Nie wieder Diktatur": Proteste gegen Verfassungsänderung in Paraguay

"Nie wieder Diktatur": Proteste gegen Verfassungsänderung in Paraguay
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Von Alexandra Leistner mit dpa, AP
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Präsident Cartes will ein zweites Mal antreten. Doch das Vorhaben weckt Erinnerungen.

In Paraguay haben mehr als 6000 Demonstranten gegen eine weitere Amtszeit von Präsident Horacio Cartes protestiert. “Nie wieder Diktatur” und “Respektiert die Verfassung” riefen die Menschen in der Nacht auf Dienstag vor dem Parlament.

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Nach geltendem Recht darf er sich nicht zur Wiederwahl stellen. Am Freitag hatte die konservative Regierungspartei im Senat in einer geheimen Abstimmung eine entsprechende Verfassungsänderung eingeleitet.

Demonstranten hatten am Freitagabend das Parlament in der Hauptstadt Asuncion gestürmt. Sie rissen Barrieren nieder, warfen Fenster ein und und legten Feuer.

Bei den Ausschreitungen wurde der Führer der Jugendorganisation der oppositionellen Liberalen Partei durch Polizeischüsse getötet. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

Der Innenminister und der Polizeichef des südamerikanischen Landes wurden wenig später entlassen.

Das Streben des Präsidenten nach einer weiteren Amtsperiode weckt in Parayguay Erinnerungen an die 1989 abgeschaffte Diktatur.

Unter dem Hashtag #NoALaEnmienda (Nein zur Verfassungsändeurng) sprechen sich Menschen auf Twitter gegen das Vorhaben des Präsidenten aus.

Sentata en la Ruta Internacional número VII, Ciudad del Este. Fotos: Wilson Ferreira – UH #NoALaEnmienda pic.twitter.com/mQnQSSJS42

— Última Hora (@UltimaHoracom) April 4, 2017

Eine Abstimmung im Repräsentantenhaus, die für Samstag geplant war, wurde wegen der Unruhen vorerst vertagt.

Die Regierungspartei will trotz der Proteste an der Verfassungsänderung festhalten, wie ein Sprecher mitteilte. Cartes war 2013 für eine fünfjährige Amtszeit gewählt worden.

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