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Katalanischer Polizeichef muss sich vor Gericht verantworten

Katalanischer Polizeichef muss sich vor Gericht verantworten
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Im Konflikt um die Unabhängigkeit Kataloniens hat die spanische Justiz den Chef der regionalen Polizei vorgeladen. Josep Lluís Trapero soll vor einem Gericht in Madrid zu den Vorfällen vom 20. und 21. September vernommen werden.

Mit dem in voller Uniform erschienenem Trapero mussten auch die Polizeivertreterin Teresa Laplana und die Anführer der stärksten Unabhängigkeitsbewegungen Kataloniens, Jordi Sànchez und Jordi Cuixart, in der spanischen Hauptstadt vor Gericht erscheinen. Sànchez ist Chef der separatistischen Organisation Asamblea Nacional Catalana (ANC), Cuixart Vorsitzender des nationalistischen Kulturvereins Omnium Cultural.

Ihnen wird die Unterstützung eines Aufstandes vorgeworfen. Bei Protesten hätten Demonstranten Sicherheitskräfte an der Ausübung ihrer Aufgaben behindert, so die Staatsanwaltschaft. Dies habe die Regionalpolizei ohne einzugreifen in Kauf genommen. Wegen seines Ungehorsams drohen dem Chef der katalanischen Polizei nach spanischen Medienberichten 8 bis 15 Jahre Haft.

Die Vorladung der vier Katalanen vor dem Gericht, das sich unter anderem mit Fragen der nationalen Sicherheit befasst, droht die Krise zwischen der nach Unabhängigkeit strebenden Regionalregierung in Barcelona und der spanischen Zentralregierung in Madrid weiter zu verschärfen.


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