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US-Botschaft in Beirut im Tränengas-Nebel

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US-Botschaft in Beirut im Tränengas-Nebel

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In der Nähe der US-Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist es bei Demonstrationen vereinzelt zu Gewalt gekommen. Die Proteste richteten sich gegen US-Präsident Donald Trump, der am Mittwoch in einem umstrittenen Alleingang Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hatte. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer gegen Protestierende ein, die vor der diplomatischen Vertretung aufziehen wollten. Die warfen Steine und verbrannten Müll, so libanesische Medien. Ernsthafte Zusammenstöße konnten Augenzeugen zunächst nicht beobachten. Sicherheitskräfte hätten alle Straßen, die zur Botschaft führten, abgesperrt, hieß es bei einem Sender („LBC“). Zeitungsreporter («Annahar») berichteten von Barrieren aus Stacheldraht in rund einem Kilometer Enfernung von der Botschaft. «Amerika ist der Kopf des Terrors» oder «Gott segne Jerusalem», skandierten Demonstranten.

Auch linke Gruppen in dem Land hatten zu Protesten aufgerufen. Der Libanon erkennt das Nachbarland Israel nicht an. 2006 kam es zum Libanonkrieg zwischen der einflussreichen libanesischen Schiitenmiliz Hisbollahund Israel. Im Libanon leben mehr als 400 000 palästinensische Flüchtlinge.

su mit dpa