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Berlin: Suche nach ausgebrochenen Häftlingen läuft

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Berlin: Suche nach ausgebrochenen Häftlingen läuft

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In Berlin sind vier Häftlinge aus einem Gefängnis ausgebrochen. Sie befinden sich nach wie vor auf der Flucht. Die Polizei hat eine Großfahndung eingeleitet.

Wie der Direktor der JVA Plötzensee mitteilte, schlugen die Männer ein Loch in die Außenmauer der Anstalt, durch das sie entkamen.

Aus dem Heizungsraum in die Freiheit

Zuvor waren sie aus der gefängniseigenen Autowerkstatt, in der sie arbeiteten, in einen Heizungsraum gelangt, von dem aus sie den Ausbruch vornahmen.

Eigentlich hätte der Heizungsraum verschlossen sein müssen, so der Leiter der Haftanstalt.

Noch viele Unklarheiten

Warum und wie die Gefangenen in den Raum gelangten, ist im Moment unklar. Unklar ist auch, warum der Ausbruch lange unbemerkt blieb. Der Alarm wurde erst rund eine Dreiviertelstunde nach der Aktion ausgelöst.

Die CDU-Opposition gab dem rot-rot-grünen Senat die Verantwortung und sprach von einem Super-GAU für den grünen Justizsenator Dirk Behrendt.

Allerdings sind in der Vergangenheit auch unter CDU-Justizsenatoren bereits Häftlinge ausgebrochen.

Männer im Alter zwischen 27 und 38 Jahren

Die Geflohenen sind zwischen 27 und 38 Jahre alt. Zwei von ihnen sind deutsche Staatsbürger, die anderen beiden kommen aus dem Nahen Osten. Nationalitäten wurden bei ihnen nicht genannt.

Sie saßen wegen Straftaten wie Diebstahl, Erpressung und Körperverletzung ein. Drei von ihnen wären kommendes Jahr aus der Haft entlassen worden, der vierte im Oktober 2020.