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Worum ging es bei den Ukraine-Gesprächen am Montag im Detail?

Der ukrainische Präsident Selenskyj am 15. Dezember 2025 im Schloss Bellevuen zu Gesprächen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Der ukrainische Präsident Selenskyj am 15. Dezember 2025 im Schloss Bellevuen zu Gesprächen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Copyright  Markus Schreiber/Copyright 2025 The AP. All rights reserved.
Copyright Markus Schreiber/Copyright 2025 The AP. All rights reserved.
Von Johanna Urbancik & Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der ukrainische Präsident, Bundeskanzler Merz, der US-Sondergesandte Witkoff und Jared Kushner, Donald Trumps Schwiegersohn, führten am Montag die Verhandlungen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges fort. Auch EU- und NATO-Spitzen nahmen an den Gesprächen teil.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den gestrigen Gesprächen mit dem US-Sondergesandten Steve Wittkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angekündigt, dass Kyjiw bereit sei, auf eine NATO-Mitgliedschaft zu verzichten.

Er plädierte jedoch für das Einfrieren der Front und auf Sicherheitsgarantien der USA, um eine weitere russische Invasion in der Zukunft zu verhindern.

Witkoff zufolge dauerten die Gespräche um die fünf Stunden an, bei denen Vertreter der USA und der Ukraine "eingehende Gespräche über den 20-Punkte-Friedensplan, wirtschaftliche Agenden und weitere Themen" führten. Weiter schreibt Wittkoff in einem Beitrag auf X, dass "große Fortschritte erzielt" wurden, und die Gespräche am Montagmorgen weitergehen werden.

Russische Vertreter waren bei den Gesprächen nicht dabei, jedoch hieß es aus Moskau bereits vor den Gesprächen, dass "kaum Gutes" erwartet werde. Neben den Delegationen der USA und der Ukraine traten den Gesprächen am Montag auch Vertreter der EU und NATO bei.

Alle Updates lesen Sie in unserem Blog.

Live beendet

Ehemaliger ukrainischer Wirtschaftsminister im Gespräch mit Euronews

Im Gespräch mit Euronews zeigt sich Tymofij Mylowanow, Präsident der Kyiv School of Economics und ehemaliger Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Handel und Landwirtschaft der Ukraine, optimistisch.

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Europa erwägt multinationale Truppe für die Ukraine

Die am Montagabend im Kanzleramt versammelten europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich nach Informationen der BILD für die Einrichtung einer multinationalen Truppe zur Absicherung der Ukraine ausgesprochen.

Darin bekennen sich die Teilnehmer dazu, der Ukraine im Rahmen einer möglichen Vereinbarung zur Beendigung des Krieges belastbare Sicherheitsgarantien zu geben und den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu unterstützen. Vorgesehen sei demnach eine von europäischen Staaten geführte multinationale Truppe, getragen von freiwilligen Beiträgen einzelner Länder und eingebettet in die sogenannte "Koalition der Willigen". Die USA sollen diese Initiative unterstützen.

Nach dem Papier soll die Truppe unter anderem beim Wiederaufbau der ukrainischen Streitkräfte helfen, den ukrainischen Luftraum sichern und zur Sicherheit auf See beitragen - auch durch Einsätze innerhalb der Ukraine.

Für den Fall eines Friedensabkommens stellen die beteiligten Staaten zudem eine langfristige und umfangreiche militärische Unterstützung in Aussicht. Ziel sei es, Streitkräfte aufzubauen, die in Friedenszeiten dauerhaft eine Stärke von rund 800.000 Soldatinnen und Soldaten erreichen sollen. Dies solle der Abschreckung weiterer Konflikte und der Verteidigung der ukrainischen Souveränität dienen.

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Macron und Meloni im Kanzleramt eingetroffen

Im Kanzleramt hat Bundeskanzler Friedrich Merz den französischen Präsidenten Emmanuel Macron und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu Gesprächen empfangen.

Zuvor war bereits die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen eingetroffen. Am Abend werden weitere Staats- und Regierungschefs aus EU- und NATO-Staaten zu Gesprächen über die Ukraine erwartet.

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Selenskyj: Aggressor wird Ergebnisse schon bald wahrnehmen

Auf die Frage eines anwesenden Reporters, welche konkreten Fortschritte erzielt worden seien, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, es sei entscheidend gewesen, dass die Ukraine gehört wurde.

Er betonte, dass er die Details des Krieges offen vor der amerikanischen Delegation angesprochen habe. Die Aggressorseite werde die Ergebnisse schon bald wahrnehmen.

Mit Blick auf territoriale Fragen machte Selenskyj deutlich, dass es bislang keine Einigung mit den USA gebe. Entsprechende Vorschläge wolle er in einer überarbeiteten Fassung der betreffenden Dokumente möglichst nicht wiederfinden.

Im Kern geht es dabei vor allem um den Donbas. In den vergangenen Stunden hatte es aus den USA Vorschläge gegeben, wonach auch bislang nicht von Russland eroberte Gebiete an Moskau abgetreten werden könnten.

Selenskyj verwies auf der Pressekonferenz deshalb erneut auf die Würde der Ukraine. Zugleich unterstrich er die Vermittlerrolle der USA. Die entsprechenden Forderungen seien aus seiner Sicht keine Positionen Washingtons, sondern gingen faktisch auf Russland zurück.

Territoriale Fragen seien eine schmerzhafte Angelegenheit. Die Haltung der Ukraine sei jedoch eindeutig, und er habe diese gegenüber der amerikanischen Seite klar vertreten.

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"Größte diplomatische Dynamik seit Beginn des Krieges": Das sind die fünf Ziele der aktuellen Verhandlungsrunden zum Ukraine-Krieg

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz im Kanzleramt sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, er erlebe derzeit möglicherweise die "größte diplomatische Dynamik seit Beginn des Krieges". Es gebe eine reale Chance auf einen Friedensprozess - auch wenn diese noch fragil sei.

Merz verwies auf intensive und vertrauliche Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, der USA und europäischer Staaten. Unterhändler des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hätten dabei eine Schlüsselrolle gespielt. Ohne deren "unermüdlichen Einsatz" wäre diese Dynamik aus seiner Sicht nicht zustande gekommen.

Der Kanzler formulierte fünf zentrale Ziele für einen möglichen Waffenstillstand:

  1. Nach mehr als vier Jahren Krieg solle ein Waffenstillstand erreicht werden, der die Souveränität der Ukraine wahrt.
  2. Der Waffenstillstand müsse durch rechtliche und materielle Sicherheitsgarantien abgesichert sein. In den vergangenen Tagen habe es dazu beachtliche Zusagen der USA gegeben.
  3. Der Waffenstillstand solle gemeinsam von den USA, der Ukraine und der Europäischen Union erarbeitet werden.
  4. Er dürfe weder die Einheit noch die Stärke von NATO und EU beeinträchtigen.
  5. Zudem müsse er die europäische Perspektive der Ukraine sichern und ihren Wiederaufbau fördern.

Als Schlüsselfrage bezeichnete Merz territoriale Fragen. Darüber müsse letztlich das ukrainische Volk selbst entscheiden. In sehr vertraulichen Gesprächen seien zuletzt wichtige Fortschritte hin zu einer gemeinsamen europäischen Handlungsposition erzielt worden.

Merz zeigte sich zuversichtlich, noch am Abend weitere Fortschritte zu erreichen. Zugleich forderte er Moskau auf, sein Zeitspiel zu beenden. Eingefrorene russische Vermögenswerte sollten aus seiner Sicht auch für die Bewaffnung der Ukraine genutzt werden. Erste rechtliche Schritte in diese Richtung seien bereits eingeleitet worden.

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Merz macht Druck auf Brüssel: Handlungsfähigkeit der EU könne über Jahre beschädigt werden

Bundeskanzler Friedrich Merz hat in seiner Rede auf dem Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum Druck auf Brüssel gemacht und eine rasche politische Einigung in der Frage eines Friedens in der Ukraine gefordert. Bereits am kommenden Donnerstag solle es nach seinen Angaben zu einer Verständigung kommen.

Es handele sich dabei um eine Schlüsselfrage für die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union. Alle Mitgliedstaaten müssten dasselbe Risiko tragen. Gelinge dies nicht, werde die Handlungsfähigkeit der EU über Jahre hinweg massiv beschädigt, warnte Merz.

Es drohe der Eindruck, Europa sei in einer entscheidenden Stunde nicht in der Lage, geschlossen zu handeln.

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Selenskyj fordert würdige Bedingungen für einen Frieden

Auf dem Wirtschaftsforum dankte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Team für die Organisation der Gespräche. Berlin stehe aktuell im Zentrum wichtiger diplomatischer Entscheidungen. Gespräche seien nie einfach, dennoch habe man viele Details besprechen können und dafür ausreichend Zeit gehabt.

Es gehe nun darum, die Würde der Ukrainer zu wahren. Würde sei das, was Russland gestoppt habe. Deshalb müsse es nun auch würdige Bedingungen für ein Ende des Krieges geben.

Die europäische Einigkeit helfe der Ukraine dabei, Gerechtigkeit wiederzuerlangen, so Selenskyj. Gemeinsame Projekte seien in dieser Phase wichtig, um sowohl die Ukraine als auch ihre Partner zu stärken. Er sprach sich auch erneut für die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte aus.

"Jede Entscheidung, die die Ukraine unterstützt, unterstützt auch Europa", sagte Selenskyj am Ende seiner Rede, die mit lautem Applaus aufgenommen wurde.

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Selenskyj beim Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum eingetroffen

Wolodymyr Selenskyj ist beim 8. Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum eingetroffen. Der ukrainische Präsident wurde bei seiner Ankunft mit Standing Ovations begrüßt.

In den kommenden Stunden soll es nun vor allem um die wirtschaftliche Resilienz der Ukraine inmitten des Krieges gehen. Bei dem Forum stehen neben dem Wiederaufbau des Landes nach einem möglichen Kriegsende auch die aktuellen deutsch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen im Fokus.

Der Geschäftsführer der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer, Reiner Perau, betonte im Gespräch mit dem rbb, der ukrainische Markt sei auch unter den derzeitigen Bedingungen interessant. Mit Beginn des russischen Angriffs auf die gesamte Ukraine sei das Bruttoinlandsprodukt zunächst stark zurückgegangen. Seitdem könne man jedoch einen Wachstum beobachten.

"Ukrainische und auch ausländische Unternehmen investieren, exportieren, importieren, bezahlen auch ihre Rechnungen", so Perau im Interview mit dem rbb. Entscheidend sei nun, verlässliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen.

Veranstaltet wird das Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).

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Internet-Störungen im Bundestag während Selenskyj-Besuch

Während des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist es am Nachmittag im Bundestag zu massiven Internetstörungen gekommen.

Nach BILD-Informationen waren mehrere Fraktionen und Bundestagsabgeordnete betroffen. Die Bundestagsverwaltung bestätigte den Vorfall. Demnach habe die Störung gegen 14:30 Uhr begonnen.

Mehrere Büros hatten der BILD gemeldet, dass das Internet ausgefallen sei. Betroffen gewesen seien sowohl externe als auch interne Geräte.

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Ukraines Chef-Unterhändler spricht von "echten Fortschritten" - Hoffnung auf Ergebnisse bis Tagesende

Rustem Umerov, einer der Chef-Unterhändler der Ukraine, hofft auf einschlägige Ergebnisse bis zum Ende des Tages, die das Land einem Frieden näherbringen könnten.

In den vergangenen beiden Tagen seien "echte Fortschritte" erzielt worden, so Umerov auf X.

Auch er betonte die Einigkeit mit den USA und warnte davor, Falschmeldungen und falschen Spekulationen Glauben zu schenken. Das ukrainische Team sei US-Präsident Donald Trump und dessen Team dankbar für ihre Arbeit.

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Ukrainischer Vize-Außenminister weist Berichte über Spannungen mit den USA zurück

Der ukrainische Vize-Außenminister Sergiy Kyslytsya hat Berichte über Spannungen in den laufenden Gesprächen mit den USA deutlich zurückgewiesen. Man sei positiv beeindruckt vom Verständnis der amerikanischen Partner für die Interessen und Positionen der Ukraine, sagte er mit Blick auf die Verhandlungen in Berlin auf X.

Zugleich dementierte er Medienberichte über angebliche Spannungen in den Verhandlungen, die sich auf Berichte über eine von der US-Delegation geforderte Aufgabe des Donbass bezogen.

Die USA seien laut Kyslytsya jedoch auch weiterhin vollständig in den Friedensprozess eingebunden und bemüht, Schritte für ein gerechtes und dauerhaftes Ende des Krieges zu finden. Es sei unfair, den Ansatz der amerikanischen Delegation falsch darzustellen, während diese Zeit, Energie und Ressourcen investiere, um eine Lösung zu ermöglichen. Alle beteiligten Teams hörten einander aufmerksam zu, betonte er.

Zuvor hatten Medien unter Berufung auf anonyme ukrainische Quellen berichtet, US-Unterhändler drängten die Ukraine zu Zugeständnissen im Donbass.

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Verhandlungen ohne Andrij Jermak

Selenskyjs Bürochef ist vor kurzem aufgrund des Korruptionsskandals in der Ukraine zurückgetreten. Davor war er sowohl in der Ukraine, als auch bei den Verhandlunge sehr präsent. Die aktuellen Gespräche in Berlin werden demnach das erste...

Welche Bedeutung das hat, erklärt Tymofij Mylowanow, Präsident der Kyiv School of Economics und ehemaliger Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Handel und Landwirtschaft der Ukraine, optimistisch.

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Wie werden die Friedensgespräche in Kyjiw gesehen?

Russland greift die Ukraine täglich an. Erst gestern haben die russische Streitkräfte einen Supermarkt in der südukrainischen Stadt Saporischschja angegriffen. Dabei wurden mindestens 14 Menschen, darunter ein sechsjähriges Kind, verletzt, darunter auch zwei Ersthelfer und ein Polizist.

Der Supermarkt liegt in einem Wohnviertel und wurde stark beschädigt. Der Angriff erfolgt, während die Ukraine gemeinsam mit den USA und europäischen Partnern an einem Friedensabkommen arbeitet, während Russland weiterhin Städte, Energie- und zivile Infrastruktur angreift und Bedingungen stellt, die einer Kapitulation der Ukraine gleichkämen.

Tymofij Mylowanow erklärt im Gespräch mit Euronews, dass die Menschen in Kyjiw sich seiner Meinung nach um die Angriffe und die daraus resultierenden Stromausfälle sorgen als um die Friedensgipfel.

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"Gemeinsam mit Deutschland werden wir weiterhin unsere Bevölkerung schützen und die Sicherheit des gesamten europäischen Kontinents stärken"

Im Rahmen von Präsident Selenskyjs Besuch in Berlin traf sich Andrii Sybiha, der ukrainische Außenminister, sich zu einem wichtigen Austausch mit seinem deutschen Amtskollegen.

Dabei dankte er für die konsequente Unterstützung der Ukraine in Sicherheit, Wiederaufbau und im Friedensprozess und koordinierte weitere Schritte zur Stärkung der Verteidigung und zur EU-Integration.

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Kiesewetter: Europa hat 10 Monate vergeudet

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat auf X die Bedeutung der aktuellen Gespräche in Berlin betont. Dabei gehe es um nicht weniger als die "Freiheit der Menschen & Souveränität Europas".

Zugleich kritisierte er das bisherige Vorgehen der EU. Er sprach von "Pseudo-Gesprächen" und davon, dass Europa zehn Monate vergeudet habe.

Nun sei es an der Zeit zu handeln und Druck auf Russland aufzubauen.

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Was sagen ukrainische Experten?

Mykola Bielieskov, Senior Analyst in der Analyseabteilung der ukrainischen Wohltätigkeitsstiftung "Come Back Alive" erklärt auf Euronews-Anfrage, dass die Ukraine gemeinsam mit Europa versucht "ihr Bestes zu geben, um die Bedingungen eines möglichen Abkommens gegenüber Moskau so zu gestalten, dass sie die ukrainischen nationalen Interessen und die Gesellschaft möglichst wenig demütigen – eingeklemmt zwischen einem feindseligen Russland, einem gleichgültigen US und einem zögerlichen Europa."

"Daher werden sehr heikle Vorschläge vorsichtig von Selenskyj ins Spiel gebracht (wie eine entmilitarisierte Freihandelszone in der nordwestlichen Region Donezk oder die Bereitschaft, auf die NATO-Option zu verzichten, falls der Kongress entsprechende Sicherheitszusagen beschließt), um Washington zu zeigen, dass der Kreml zu keinem echten Kompromiss bereit ist und dass Russland den gesamten Prozess sabotiert. Wir haben nicht das Privileg, uns aus diesen Debatten herauszuhalten, auch wenn es schwierig ist, konstruktiv zu wirken und gleichzeitig die nationalen Interessen der Ukraine zu wahren", so Bielieskov.

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Zehn-Punkte-Plan für deutsch-ukrainische Rüstungskooperation

Die Bundesregierung will die Rüstungskooperation mit der Ukraine weiter ausbauen. Dafür gibt es nun einen Zehn-Punkte-Plan, wie die dpa Berichtet.

Dieser sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Regelmäßige hochrangige Konsultationen der Verteidigungsministerien zur Rüstungspolitik
  • Verbindungsbüro der ukrainischen Rüstungsindustrie mit dem Namen "Ukraine Freedom House"
  • Stab des Militärattachés an der deutschen Botschaft in Kyjiw verstärken
  • Ukraine soll selbst entwickelte Kampfdrohnen in Deutschland bauen
  • gemeinsame Entwicklung und Produktion von Rüstungsgütern in weiteren Bereichen
  • gemeinsame Beschaffung von Rüstungsgütern für die Ukraine durch europäische Partnerländer
  • Integration der Ukraine in den EU-weiten Markt für Verteidigungsgüter
  • Prüfung der Nutzung von Investitionsgarantien des Bundes für deutsche Rüstungsunternehmen
  • Nutzung digitaler Gefechtsfelddaten der Ukraine und Erkenntnisse über den Einsatz deutscher Waffen im Abwehrkampf gegen Russland zum Training von Soldaten und der Entwicklung von Strategien
  • Vorkehrungen zur Unterbindung von Korruption bei der Beschaffung von Rüstungsgütern
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Selenskyj von Bundestagspräsidentin Klöckner begrüßt

Direkt nach seinem Besuch in Bellevue ging es für Selenskyj direkt weiter ins Regierugnsviertel. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat den ukrainischen Präsidenten dort vor dem Deutschen Bundestag empfangen.

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Laschet: Verhandlungen in Berlin zeigen diplomatischen Willen der EU

Armin Laschet, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, hat die Gespräche in Berlin begrüßt, die von Bundeskanzler Friedrich Merz initiiert wurden. Auf X lobte der CDU-Politiker, die Gespräche zeigten den Willen, Europa wieder zu einem diplomatischen Akteur zu machen.

Zu sehr hätte man sich in den letzten Jahren auf Erklärungen konzentriert. Europa müsse vor allem jetzt - mit Blick auf die neue Sicherheitsstrategie der USA - eigene Stärke und Souveränität zeigen.

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Selenksyj in Bellevue eingetroffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist im Schloss Bellevue eingetroffen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßte ihn dort mit einem Handschlag und einer Umarmung.

Bevor sich die beiden Staatsoberhäupter zu einem vertraulichen Gespräch zurückzogen, trug sich Selenskyj in das Gästebuch des Bundespräsidenten ein.

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Ukraine lässt Kampfdrohnen in Deutschland in Serie fertigen

Die Ukraine setzt bei der Massenproduktion eigener Kampfdrohnen künftig auch auf Standorte in Deutschland. Das ukrainische Verteidigungsministerium habe dafür Aufträge an den Drohnenhersteller Frontline Robotics und das deutsche Rüstungsunternehmen Quantum Systems vergeben, teilten die beiden Firmen mit.

Zu diesem Zweck wurde das deutsch-ukrainische Joint-Venture Quantum Frontline Industries (QFI) gegründet. In Deutschland soll eine vollautomatisierte Produktionslinie entstehen, die nach Angaben der beteiligten Firmen erstmals eine industrielle Drohnenfertigung dieser Größenordnung in Europa speziell für die ukrainischen Streitkräfte ermöglicht.

Die Produktion soll im Krieg erprobte ukrainische Drohnentechnik mit deutscher Industrie- und Automatisierungskompetenz verbinden. Die Partner sprechen von einem neuen Ansatz grenzüberschreitender Rüstungskooperation. Gleichzeitig sollen in Deutschland neue Arbeitsplätze entstehen, auch für Ukrainer.

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Drohnenabwehr in Berlin

Aufgrund des erhöhten Sicherheitsrisikos sind auch Drohnenabwehreinsatzkräfte in Berlin im Einsatz.

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Staatsgast am Kanzleramt eingetroffen

In einem Beitrag auf X schreibt die Bundespolizei Berlin, dass "der Staatsgast sowie weitere Mitglieder verschiedener Delegationen sind am Bundeskanzleramt eingetroffen" sind. Die Gespräche haben begonnen. Gemeinsam mit der Berliner Polizei und der Bundespolizei sorgen die Einsatzkräfte weiterhin für die Sicherheit vor Ort, heißt es.

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Wadephul: Russland am Zug

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sieht Russland in der Pflicht, auf die Bemühungen um einen Waffenstillstand in der Ukraine zu reagieren. Die von Präsident Wolodymyr Selenskyj angedeutete Bereitschaft zu Gesprächen auf Basis der aktuellen Frontlinie sowie mögliche Zugeständnisse bei einer Nato-Mitgliedschaft bezeichnete Wadephul als eine Linie, auf die sich Moskau einlassen könne.

Zugleich betonte der Außenminister im Deutschlandfunk, Deutschland und Europa stünden geschlossen an der Seite der Ukraine. Ziel sei es, Kyjiw in eine möglichst starke Verhandlungsposition zu bringen und im Fall eines Scheiterns weiterhin umfassend zu unterstützen.

Europa spiele dabei eine eigenständige Rolle und sei nicht von anderen Akteuren abhängig. Wadephul warnt zudem, dass ein Scheitern in der Ukraine unmittelbare Folgen für die Sicherheit Europas hätte.

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Deutsch-Ukrainisches Wirtschaftsforum am selben Tag

Am 15. Dezember - also heute - findet in Berlin neben den Verhandlugnen auch das 8. Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum statt.

Im Mittelpunkt stehen der Wiederaufbau der Ukraine, die Rolle der Privatwirtschaft, die Transformation der Verteidigungsindustrie sowie die künftige Wirtschaftsstruktur des Landes.

Zum Abschluss werden hochrangige Redner aus Deutschland und der Ukraine erwartet, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und die ukrainische Premierministerin Julia Svyrydenko.

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Finnischer Präsident Stubb auch in Berlin

Wie die Bild-Zeitung berichtet, spielt auch der finnische Präsident Alexander Stubb eine zentrale Rolle in den Verhandlungen. Er soll zwischen Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Vertretern pendeln und damit als Vermittler auftreten.

Foto: AP Photo/Alex Brandon

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Warnung vom Verteidigungsminister

Im ZDF Heute-Journal warnte Bundesverteieidungsminister Boris Pistorius (SPD), dass es ihn "nicht überraschen" würde, wenn ein in Berlin verhandeltes Friedensangebot von den Russen nicht akzeptiert werden würde.

Dennoch nannte er die Verhandlungen ein "gutes Zeichen", räumte aber zugleich ein, dass die Runde mit den US-Unterhändlern Witkoff und Kushner "alles andere als eine ideale Aufstellung für eine solche Verhandlung" seien.

"Aber wie heißt das so schön? Man kann nur mit den Menschen tanzen, die auf der Tanzfläche sind", so Pistorius, der es trotz der Kritik dennoch "sehr begrüße", dass die Delegationen nach Berlin gekommen seien. "Das ist gut und notwendig", sagte der SPD-Minister.

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Nächster Halt: Polen?

Selenskyj hat am Wochenende einen Besuch in Polen angekündigt, wie meine Kollegin aus dem Warschauer Euronews-Büro Weronika Wakulska berichtet.

Nach Angaben der Kanzlei des polnischen Präsidenten ist ein Treffen in Warschau für Freitag, den 19. Dezember, vorgesehen. Selenskyj erklärte, dass der Termin nicht verschoben werden solle, da die Zusammenarbeit mit Polen für die Ukraine von großer Bedeutung sei.

Wie Präsidentensprecher Rafał Leskiewicz mitteilte, sollen bei den Gesprächen vor allem Sicherheits-, Wirtschafts- und historische Fragen im Mittelpunkt stehen.

In wenigen Tagen: Ukraine-Präsident Selenskyj reist nach Polen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einem Interview mit Journalisten, dass er demnächst auch Polen besuchen werde.

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Wie wird der heutige Tag ablaufen?

Selenskyj hat heute einen durchgetakteten Tag voller Termine in Berlin.

Um 13 Uhr wird er Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue begrüßt. Über eine Stunde später, um 14:15 wird er im Bundestag von der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) empfangen. Dort wird er mit Abgeordneten sprechen.

Am Nachmittag nimmt Selenskyj am Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum teil und trifft dort Bundeskanzler Merz. Um 17:15 werden beide anschließend eine gemeinsame Pressekonferenz geben und danach vertrauliche Gespräche führen.

Am Abend werden im Kanzleramt weitere europäische Spitzenpolitiker erwartet, darunter der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Polens Ministerpräsident Donald Tusk und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Auch die Spitzen von EU-Kommission, EU-Rat und der NATO nehmen teil.

Geplant sind hier Berichten zufolge ein gemeinsames Foto sowie ein nicht öffentliches Treffen.

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Verkehrschaos in Berlin

Aufgrund der heutigen Gespräche wird den ganzen Tag über mit Verkehrsbehinderungen in Berlin gerechnet.

Die Berliner Polizei ist eigenen Angaben zufolge mit rund 3.600 Einsatzkräften aus fast allen Bundesländern sowie der Bundespolizei im Stadtgebiet präsent. Für den ukrainischen Präsidenten gilt die Gefährdungsstufe 0, also die höchste Sicherheitsstufe.

Foto: AP Photo/Maryam Majd

Im Zuge der Sicherheitsmaßnahmen kommt es zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Verkehr. Die U-Bahnlinie 5 hält vorerst nicht am Bahnhof Bundestag. Zudem werden die Buslinien 100 und 187 umgeleitet, mehrere Haltestellen entfallen, berichtet der rbb.

Auch auf der Spree gibt es Einschränkungen: Die Spree-Oder-Wasserstraße sowie der Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal sind bis in den späten Abend gesperrt. Auch Autofahrer müssen sich auf Behinderungen einstellen: auf der A113 sind ab Mittag kurzfristige Sperrungen zwischen dem Waltersdorfer Dreieck und dem Tunnel Altglienicke möglich.

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Ukraine Gipfel Tag 2: Was bisher geschah

Guten Morgen aus Berlin.

Nur wenige Minuten von unserem Euronews-Büro entfernt finden heute wichtige Verhandlungen statt, die den russischen Angriffskrieg in der Ukraine beenden sollen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sollte eigentlich heute anreisen, kam jedoch – genau wie der US-Sondergesandte Steve Witkoff und US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner – bereits am Sonntag in Berlin an. Es heißt, dass Trump eine Beendigung des Krieges noch vor Weihnachten erzielen will.

Foto: Kay Nietfeld/dpa via AP

Bei den Gesprächen – sowohl heute als auch gestern – sind keine russischen Vertreter anwesend.

Bundeskanzler Merz war kein offizieller Teil der gestrigen Gespräche, wird jedoch heute den ukrainischen Präsidenten gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer sowie mehreren Staats- und Regierungschefs der Verbündeten der Ukraine in Berlin empfangen.

Eine Pressekonferenz soll heute Nachmittag stattfinden.

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