Das ursprünglich venezolanische Netzwerk von Klassik-Orchestern für Kinder aus sozial schwachen Familien wurde 1975 gegründet und hat heute weltweit fast eine Million Mitwirkende.
Der Gründer des größten Musik-Projekts in Venezuela, José Antonio Abreu, ist im Alter von 78 Jahren in Caracas gestorben. Der Ökonom und Komponist hatte ein weltweit anerkanntes Netzwerk von Musikorchestern für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen, das international in über 50 Ländern Nachahmer fand.
Venezuelas Präsident Nicolas Maduro würdigte Abreus großes moralisches und kulturelles Vermächtnis. Er ordnete drei Tage Staatstrauer an. Stardirigent Gustavo Dudamel, ein "El-Sistema"-Spross, sprach Abreu seine Liebe und ewige Dankbarkeit aus.
Abreu hatte "El Sistema" 1975 gegründet. Heute hat das Projekt über 900.000 Teilnehmer und 10.000 Lehrer.
Für sein Engagement bekam Abreu zahlreiche Ehrendoktorwürden und andere Auszeuchnungen, darunter das deutsche Bundesverdienstkreuz I. Klasse und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.