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Budapest: Neue Großdemonstration gegen Orban

Budapest: Neue Großdemonstration gegen Orban
Copyright REUTERS/Bernadett Szabo
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Von Euronews mit dpa
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Zehntausende versammelten sich im Zentrum der ungarischen Hauptstadt. Es war die zweite Massenkundgebung binnen einer Woche in Budapest.

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Zehntausende Menschen haben im Zentrum von Budapest erneut gegen die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban demonstriert.

Die Menge skandierte Rufe nach Demokratie und Parolen wie "Wir sind die Mehrheit". Ihr Protest richtet sich gegen das Wahlsystem in Ungarn, Korruption und Gesetze, die repressiv seien. Es war die zweite Massenkundgebung seit dem Wahlsieg von Orbans Fidesz-Partei am 8. April. Vereinzelt wurden auch Rufe nach Neuwahlen laut.

Demonstrantin Eszter Mák meinte: "Viktor Orban würde das nicht sagen, also muss das die ganze Nation übernehmen."

Zwischenfrage: "Und wie soll das geschehen?"

Mák: "Ein Dichter sagte einmal: Schiffe schaukeln auf dem Wasser, aber die Ozeane strömen unter ihnen. Das Wasser regiert."

Demonstrant Gerg``ö Asztalos: "Unglücklicherweise werden weder diese noch die nächste Demonstration zu einem Ergebnis führen. Durch unsere Anwesenheit wollen wir aber zeigen, dass viele Menschen nicht zur Aufgabe bereit sind und der Regierung nicht alles glauben. Wir sind bereit uns gegen das zu wehren, was gerade in Ungarn passiert."

Euronews-Korrespondent Róbert Csákány kommentierte am Rande der Demonstration: "Menschen unterschiedlichster Überzeugungen sind hier und auch ihre Hoffnungen variieren. Manche glauben an einen Umschwung. Andere, darunter die Organisatoren, denken, dass die Menschenmassen einen Rückzug der Kandidatur für die Olympischen Spiele 2024 bewirken können. Eine Großdemonstration hat bereits zur Rücknahme des Einkaufsverbots am Sonntag geführt."

An der Massenkundgebung beteiligten sich auch mehrere Wortführer der Opposition. Bereits am Samstag vor einer Woche hatten Zehntausende in Budapest für Demokratie demonstriert.

Die zentrale Rede hielt Oppositionsanführer Péter Márki-Zay. Er kritisierte gleichermaßen die Regierung und oppositionelle Kräfte: "Die Menschen in Ungarn haben eine Opposition verdient, die sich gegen Korruption und Einschüchterung nicht nur mit Worten wehrt. Sie muss aufstehen für alle Ungarn, für nationale und europäische Werte. Sie darf nicht für eine Zukunft Ungarns an der Seite irgendwelcher Diktatoren aus Asien eintreten."

Die nächste Großdemonstration ist für den 8. Mai geplant, den Tag der Regierungsbildung in Ungarn.

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