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"Unannehmbar" und "zutiefst beunruhigend": Empörung über Abbas Äußerungen zum Holocaust

"Unannehmbar" und "zutiefst beunruhigend": Empörung über Abbas Äußerungen zum Holocaust
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Von Euronews mit dpa
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Abbas hatte in einer Rede vor dem Palästinensischen Nationalrat geäußert, der Holocaust sei nicht durch Antisemitismus ausgelöst worden, sondern "das soziale Verhalten" der Juden.

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Nach den jüngsten Äußerungen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zur angeblichen Schuld der Juden am Holocaust wächst die internationale Empörung. 

Abbas hatte am vergangenen Montag in einer Rede vor dem Palästinensischen Nationalrat geäußert, der Holocaust sei nicht durch Antisemitismus ausgelöst worden, sondern das "soziale Verhalten" der Juden, wie das Verleihen von Geld.

Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini erklärte, dass Abbas Rede "unannehmbare Äußerungen zu den Ursachen des Holocaust und zum Existenzrecht Israels" enthalten habe. Die Wortwahl spiele lediglich denen in die Hände, die eine Zwei-Staaten-Lösung in der Region ablehnten.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, den "schlimmen Antisemitismus" von Abbas zu verurteilen",

Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Emmanuel Nachschon sagte, Abbas wiederhole verabscheuenswürdige antisemitische Anschuldigungen und mache das jüdische Volk für seine eigene Tragödie verantwortlich.

Der Nahostgesandte der Vereinten Nationen Nikolay Mladenov sprach von "zutiefst beunruhigenden" Äußerungen. Poltitische Vernatwortungsträger seien verpflichtet, sich dem Antisemitismus entegegenzustellen, nicht ihn zu verbreiten.

Die Aussagen von Abbas zum Holocaust stießen auch bei der Bundesregierung auf Widerspruch. "Wir treten gegen jegliche Relativierung des Holocausts ein", schrieb Außenminister Heiko Maas (SPD) im Kurznachrichtendienst Twitter. Deutschland trage die Verantwortung für das grausamste Verbrechen der Menschheitsgeschichte. "Die Erinnerung daran bleibt uns Mahnung und Auftrag, weltweit jeder Form von Antisemitismus sehr entschlossen zu begegnen."

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, forderte eine Reaktion aus Europa: "Zum wiederholten Male relativiert oder verbrämt Abbas den Holocaust", sagte sie. "Ich erwarte von der deutschen und europäischen Politik eine deutliche Reaktion auf diese unerträglichen Lügen."

In seiner Anfang der 1980-er Jahre vorgelegten Doktorarbeit hatte Abbas den Holocaust relativiert und der zionistischen Bewegung vorgeworfen, sie habe mit dem Hitler-Regime kollaboriert. 2014 hatte er dann erstmals die Judenvernichtung während des Holocaust als das "schlimmste Verbrechen der Neuzeit" bezeichnet.

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