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Israels Premierminister Benjamin Netanjahu legt bei einer Zeremonie zum jährlichen Holocaust-Gedenktag einen Kranz nieder.

Video. Holocaust-Gedenktag in Israel: Sirenen legen Leben lahm, Antisemitismus nimmt zu

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Israel hat am vierzehnten April 2026 den Holocaust-Gedenktag mit zwei Minuten landesweiter Stille begangen; in Yad Vashem wuchs die Sorge über weltweit zunehmenden Antisemitismus.

In ganz Israel heulten um zehn Uhr die Sirenen und legten das öffentliche Leben lahm. Menschen blieben auf den Straßen stehen, Autofahrer stiegen aus ihren Wagen, in Städten wie Jerusalem und Tel Aviv kam der öffentliche Verkehr zum Stillstand. Der Gedenktag erinnert an die sechs Millionen Jüdinnen und Juden, die im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden.

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Die zentrale Staatszeremonie fand in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem statt. Präsident Isaac Herzog und Regierungschef Benjamin Netanjahu nahmen daran teil. Kränze wurden niedergelegt, die Namen der Opfer verlesen, Familien von Überlebenden berichteten ihre Geschichten. Die Veranstaltung betonte die bleibende Verantwortung, an die Schoah zu erinnern und ihr Vermächtnis über Generationen weiterzugeben.

Am Montag meldete die Universität Tel Aviv für das Jahr 2025 weltweit 20 Todesopfer antisemitischer Angriffe. Das sei der höchste Stand seit mehr als dreißig Jahren, erklärten die Forschenden. Sie warnen vor einem weltweiten Anstieg des Antisemitismus – und geben damit dem diesjährigen Gedenktag zusätzliches Gewicht, der zu Wachsamkeit, Aufklärung und zum Schutz jüdischer Gemeinden aufruft.

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