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Konservative drohen mit Blockade im Namensstreit

Konservative drohen mit Blockade im Namensstreit
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Nachdem Griechenland und Mazedonien ihren über 25 Jahre dauernden Zwist um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik beigelegt haben, regierten UN, EU und Nato erfreut auf die Einigung der Regierungschefs. Mehrmonatige Verhandlungen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen waren für die Einigung nötig.

Mit der Umsetzung der Vereinbarung wird auch der Weg frei für den bisher von Athen blockierten Beitritt Mazedoniens zur Nato und für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini sprachen von einer «historischen Vereinbarung», es werde Frieden und Stabilität auf dem Balkan stärken. Mogherini erwartet, dass der EU-Gipfel Ende Juni den Weg zur Eröffnung von Beitrittsverhandlungen freimacht.

Für die Republik, die jetzt Nord-Mazedonien heißen wird, ist es die Chance auf eine freie Entfaltung und Perspektive in Europa.

Für Griechenland ist das Wichtigste an der Vereinbarung, dass der nördliche Nachbar nicht mehr mit dem antiken Mazedonien verwechselt werden kann, das Athen als Teil seiner Geschichte versteht.

Die konservative griechische Oppositionspartei Nea Dimokratia hat den Kompromiss scharf kritisiert, weil Athen die Existenz einer mazedonischen Sprache und Ethnie außerhalb seiner Landesgrenzen akzeptiere. Der kleine Koalitionspartners der Regierung Tsipras, der Rechtspopulist Panos Kammenos sagte, seine Partei werde diesem Abkommen nicht zustimmen. Nationalistische Organisationen kündigten Demonstrationen an.