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Andalusischer Schinken: Puigdemont fühlt sich als Schwein verunglimpft

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Andalusischer Schinken: Puigdemont fühlt sich als Schwein verunglimpft

Andalusischer Schinken: Puigdemont fühlt sich als Schwein verunglimpft
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Facebook- Seite der Firma Pigdemont
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Alberto González López, Geschäftsmann und Inhaber eines Ladens, der seine Produkte mit "100 Prozent andalusisch" bewirbt, bekam kürzlich Post von den Anwälten des früheren katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont. Der Grund: González López hat seine Firma "Pig Demont" getauft. Auf dem Firmenlogo prangert ein Schweinekopf, der in den Augen vieler Betrachter große Ähnlichkeit mit dem Ex-Regierungschefs Kataloniens aufweist.

Gegenüber dem spanischen Radiosender COPE sagte der Unternehmer, dass der Firmenname nicht von dem katalanischen Politiker inspiriert sei, sondern sich auf das englische Wort für "Schwein" beziehe, "Demont" sei aus dem Französischen entlehnt und bedeute so viel wie "aus den Bergen kommend". Damit wolle er auf die Herkunft seines Schinkens aus den Bergen rund um Málaga hinweisen.

Das Firmenlogo, das ein Schwein mit schwarzen Haaren und Brille zeigt, sei eine einfache "Karikatur". Er sagte: "Das ist nicht Nordkorea, wo es einige vorgeschriebene Frisuren gibt. Soweit ich weiß, hat er nicht das alleinige Besitzrecht auf diesen Haarschnitt erworben", sagte er in seiner Begründung.

"Dass er sich in der Karikatur eines Schweins wieder erkennt ist vielleicht mehr sein Problem als meins, wenn ich dem Schwein einen Pferdeschwanz gegeben hätte, würde sich vielleicht Pablo Iglesias ärgern, es ist einfach lächerlich", fügte er hinzu.

Allerdings scheint die Werbung für die Produkte des Unternehmens nicht ganz so unabhängig von den Geschehnissen der spanischen Tagespolitik zu sein. So heißt es etwa auf der Webseite: "Das Projekt enstand aus dem Gefühl und dem Stolz, Andalusier und Spanier zu sein". Ein weiteres Produkt, das "Pig Demont" auf seiner Webseite zum Verkauf anbietet, ist der sogenannte Rufián-Wein. Dessen Name deckt sich mit dem Nachnamen des katalanischen Politikers Gabriel Rufián, einem der stärksten Verfechter der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Einträge auf der Facebook-Seite des Unternehmens rufen außerdem zum Boykott katalanischer Produkte auf.