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Benalla-Affäre: Macron übernimmt volle Verantwortung

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Benalla-Affäre: Macron übernimmt volle Verantwortung

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Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron nahm die alleinige Schuld für die Leibwächter-Affäre in einer Rede vor seiner Partei auf sich. Es habe in der Republik Frankreich niemals Gesetzesausnahmen gegeben, denn das sei genau das, was die Mitbürger erwarten. Wer den Verantwortlichen suche, habe ihn vor sich stehen, die einzig und alleinige Person, die dafür verantwortlich sei, sei er selbst, äußerte Macron.

Auf eine Stellungnahme Macrons zur Benalla-Affäre wartete man seit Tagen. Statt im Fernsehen aufzutreten oder sich über die sozialen Netzwerke dazu zu äußern, wählte Macron eine Rede im kleinen Kreis seiner Partei La République En March (LREM), um die Affäre um seinen Leibwächter Alexandre Benalla und das Gewaltvideo vom 1. Mai anzusprechen. Macron übernahm die volle Verantwortung für den Vorfall, denn er sei derjenige gewesen, der Benalla vertraut habe. Sein Vertrauen sei missbraucht worden.

In seiner Rede versuchte Macron außerdem, Gerüchte über ihn und Benalla aus dem Weg zu räumen. Macron stellt in seiner Rede klar, dass es zwischen den beiden Männern nie eine intime Beziehung gegeben habe.

Alexandre Benalla habe niemals die Codes für Atomwaffen gehabt, Benalla habe niemals ein 300 Quadratmeter großes Anwesen bewohnt, Benalla habe niemals 10.000 Euro Gehalt bekommen und er sei auch niemals sein Liebhaber gewesen, kommentierte der Präsident die Gerüchte.

Wenn jemand zur Handhabung des Falles zur Rechenschaft gezogen werden müsse, dann sei er das selbst.