Auf der Veranstaltung, die als "erste patriotische Großversammlung" bezeichnet wird, werden unter anderem die französischen Rechten Marine Pen und Matteo Salvini sowie der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš und der niederländische Politiker Geert Wilders Reden halten.
Marine Le Pen und Matteo Salvini von der rechtsextremen französischen Partei Rassemblement National werden am kommenden Montag gemeinsam mit Viktor Orbán an einer Wahlkampfveranstaltung in Budapest teilnehmen – nur drei Wochen vor den ungarischen Parlamentswahlen, die zur bislang größten Herausforderung für die 16-jährige Amtszeit des ungarischen Regierungschefs werden könnten.
Die Veranstaltung, die als "erste große patriotische Versammlung" angekündigt ist, findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem Orbáns Fidesz-Partei in den meisten Umfragen vor der Wahl am 12. April hinter der Theiß-Partei seines Rivalen Péter Magyar liegt.
Neben Reden von Le Pen, Vorsitzende der französischen Rassemblement National, und Salvini, italienischer Vizepremierminister und Chef der rechtspopulistischen Lega, werden auch der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš sowie der niederländische Politiker Geert Wilders erwartet.
Im Europäischen Parlament gehören viele dieser Politiker der rechtsextremen Fraktion "Patrioten für Europa" an, die drittgrößte Fraktion. Sowohl Le Pen als auch Salvini unterstützen seit Langem Orbáns strikte Anti-Einwanderungspolitik und teilen seine Skepsis gegenüber der Europäischen Union.
Ádám Kavecsánszki, Vorsitzender der Stiftung für ein bürgerliches Ungarn – der Organisatorin der Veranstaltung –, erklärte in einer Pressemitteilung: "Wir wollen zeigen, dass Europa weiterhin Führungspersönlichkeiten hat, die sowohl zu Europa als auch zu seinen Menschen stehen."
Trumps möglicher Budapest-Besuch bleibt unbestätigt
Bereits Anfang Januar hatte US-Präsident Donald Trump in einem Brief angedeutet, während des ungarischen Wahlkampfs nach Budapest reisen zu wollen. Trump betrachtet Orbán als wichtigen europäischen Verbündeten und lobte ihn bei dessen Besuch im Weißen Haus im November als "großen Staatsmann".
"Ihre Führung dient anderen weltweit als Beispiel", schrieb Trump. "Sie haben sich stets für die Prinzipien eingesetzt, die Ungarn stark machen – Glaube, Familie und nationale Souveränität – und Amerika respektiert diesen Mut."
Eine offizielle Bestätigung für Trumps Besuch steht jedoch weiterhin aus. Der US-Präsident hatte zudem vorgeschlagen, in Budapest einen Friedensgipfel zwischen den USA und Russland zur Aushandlung eines Waffenstillstands in der Ukraine abzuhalten. Der Plan scheiterte jedoch an der mangelnden Bereitschaft Russlands zur Teilnahme.
Am Samstag findet in Budapest außerdem die CPAC Hungary statt – die europäische Ausgabe der Conservative Political Action Conference, einer der bekanntesten konservativen Veranstaltungen in den USA. Hochrangige Vertreter der US-Regierung sind bislang jedoch nicht als Redner angekündigt worden.