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Madagaskar: Kampf der Bauern gegen Vanille-Diebe

Madagaskar: Kampf der Bauern gegen Vanille-Diebe
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REUTERS/Clarel Faniry Rasoanaivo
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Jao Nasaina hat, was alle wollen - und deswegen keine Ruhe mehr. Der 53-Jährige ist Vanillebauer auf Madagaskar. Weil die Preise für das Gewürz vor Jahren drastisch angestiegen sind, kämpft er wie viele Farmer in dem Inselstaat gegen Diebstahl. Im vergangenen Jahr ist ihm seine gesamte Ernte gestohlen worden. Deswegen lebt er in dieser Saison für sechs Monate mit seiner Familie auf dem Feld. "Die Diebe schneiden die Vanillepflanzen und Schoten ab und nehmen sie mit", so Nasaina. "Deswegen passe ich dieses Jahr besser auf. Ich habe mir eine Lanze und ein Kleinkaliber gekauft, um mich und meine Frau zu beschützen."

Madagaskar ist der größte Vanilleexporteur der Welt. Etwa 80 Prozent der gesamten Produktion stammt von der Insel. Ernteausfälle durch Unwetter, die steigende Nachfrage nach echter Vanille und Spekulationen mit dem Rohstoff haben dazu geführt, dass der Kilopreis für Vanille zur Zeit bei 500 bis 600 Dollar liegt. Vor zwei Jahren war es nur 100 Dollar. Das Gewürz ist damit teurer als Silber.

An manchen Orten merken Verbraucher das beim gestiegenen Preis für Vanilleeis - aber auch die Qualität leidet wegen der Knappheit. Um Raub zu verhindern, ernteten die Bauern im vergangenen Jahr früher. Dadurch sinkt der Vanillinanteil in den Schoten.

In diesem Jahr soll die Ernte wieder besser werden: Auch die Polizei in Sambawa, dem Zentrum des madagassischen Vanillehandels, erhöht deswegen die Sicherheitsmaßnahmen und will mit Nachtpatrouillen gegen die Diebstähle vorgehen.