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Mehr als 1400 Flüchtlinge vor der Südküste Spaniens gerettet

Mehr als 1400 Flüchtlinge vor der Südküste Spaniens gerettet
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Die spanische Seenotrettung hat vor der Südküste des Landes innerhalb von drei Tagen mehr als 1400 Flüchtlinge auf Dutzenden Booten gerettet.

Seit Wochen reißt der Flüchtlingsstrom nach Spanien nicht ab. Zuletzt hat die Internationale Organisation für Migration mitgeteilt, dass das Land zum neuen Hauptziel illegaler Migranten geworden ist.

Die Zahl übertrifft mittlerweile die Ankünfte in Italien und Griechenland. 22.108 Flüchtlinge erreichten 2017 Spanien. Allein zwischen Januar und Juli diesen Jahres sind es über 20000. 38 % aller Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, landen in Spanien.

Angesichts der drastisch gestiegenen Zahl von Flüchtlingen an der andalusischen Küste, reist Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska zu Gesprächen nach Mauretanien.

Spanien hat dort seit Jahren eine Polizeieinheit stationiert, die unter anderem Schlepper-Banden bekämpfen und den Flüchtlingsstrom eindämmen soll.

Grande-Marlaska hatte am Wochenende bereits die Retter und die Polizisten in Andalusien besucht, der Region, die am schwersten von der Krise betroffen ist.

"Die Migrationsfrage ist ein europäisches Problem, deshalb braucht es eine europäische Lösung. Das Problem ist nicht plötzlich aufgetreten. Es war abzusehen. Ich habe immer gesagt, dass wir jetzt vor den Versäumnissen der vorherigen Regierung stehen".

Spanische Medien berichteten von einem Kollaps in Südspanien. Jedoch hat die Gesamtzahl von Flüchtlingen, die über das Meer nach Europa kommen, im Vergleich zum Vorjahr drastisch abgenommen.

Waren es von Januar bis Juli 2017 noch rund 114 000 so waren es 2018 im gleichen Zeitraum nur noch knapp 52 000 Migranten.