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Alexa will ins Kinderzimmer

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Die schöne neue Welt, wie Amazon sie sich vorstellt: Alexa, die künstliche Intelligenz, soll von Kindesbeinen an so selbstverständlich werden wie Google, das zum Synonym für die Suche im Internet geworden ist. Harmlos, unschuldig, ein digitaler Spielkamerad mit dem ganzen Wissen der Welt - so Amazon.

Lernwissenschaftler haben jede Menge Fragen, wie Amazon welche Inhalte altersgerecht anbieten will.

Prof. Rose Luckin ist Computerwissenschaftlerin am Knowledge Lab in London:

"Was immer Sie von Kindern erwarten, es muss ihrem Entwicklungsstand entsprechen Und Kinder von fünf bis zwölf zum Beispiel, verändern sich enorm in Bezug auf das, was sie können und was nicht.“

Fragen, wo die Babies herkommen, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt oder wer Stormy Daniels sei, soll Alexa nicht oder nur ausweichend beantworten. vorausetzung für slch differenziertes Verhalten ist: Je mehr Alexa über diejenigen, mit denen sie interagiert, weiß, desto altersgerechter und personalisierter wird die kommunikation. allerdings, so Prof. Rose Luckin:

"Ich wüsste gern genauer, was mit den Daten geschieht, denn muss man personalisieren, um Inhalte und Interaktion effektiv zu gestalten. Auf der anderen Seite, für diese Personalisierung müssen Sie Daten sammeln und Sie müssen Profile von Kindern anlegen. Also, ich denke, es gibt eine Menge unbeantworteter Fragen."

Für Branchenkenner ist klar, die Marketingschlacht um die Kunden der Zukunft beginnt schon lange in den Kinderzimmern – Alexa soll selbstverständlich werden, mitsamt Link zum Onlineshop: die Wunscherfüllungsmaschine als bester Freund im Kinderzimmer. Gute Nacht, unschuldige Kindheit. Gute Nacht, Alexa.