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"Chemnitz, wir müssen reden" - Bürgerdialog und 1.000 rechtsextreme Demonstranten

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"Chemnitz, wir müssen reden" - Bürgerdialog und 1.000 rechtsextreme Demonstranten

"Chemnitz, wir müssen reden" - Bürgerdialog und 1.000 rechtsextreme Demonstranten
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Chemnitz kommt nicht zur Ruhe, die Polizei zeigt mit Unterstützung aus fünf Bundesländern und der Bundespolizei starke Präsenz gegenüber den rund 1000 Demonstranten, die noch den Aufrufen rechtspopulistischer Organisationen wie Pro-Chemnitz gefolgt sind. Die eingesetzten Beamten gingen rigoros vor und trennten Demonstranten und Besucher eines Bürgerdialogs. Die Demonstrationen sind ohne Eskalation zu Ende gegangen.

Bürgerdialog in Chemnitz, rechte Randale vor der Tür

Nach bundesweiter Kritik und internationaler Aufmerksamkeit wegen der rechtsextremen und ausländerfeindlichen Übergriffe in Chemnitz war die Landesregierung mitsamt Ministerpräsidenten und einem Großteil des Kabinetts zu einem Bürgerdialog angereist.

Internationale Kritik, hilflose sächsische Regierung

Die sächsische Polizei als auch der Landesregierung steht in der Kritik, sie habe nicht nur das Ausmaß des Protestes unterschätzt, sondern stehe Rechtsextremismus und Rechtspopulismus hilflos gegenüber. Mit wachsender Sorge wird der Versuch rechtsextremer Gruppierungen beobachtet, die Macht auf den Straßen an sich zu reißen.

Suspendierung in der Justiz

Ebenfalls für viel Ärger hatte due Veröffentlichung des Haftbefehls gegen die Verdächtigten durch die AfD und andere Organisationen verursacht. Ein Mitarbeiter aus dem Dresdner Justizvollzug wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert.

Mit Ruhe wird in Chemnitz aber nicht zu rechnen sein. In den kommenden Tagen sind weitere Demonstrationen und Kundgebungen verschiedener politischer Lager geplant.