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Cola-Cola schluckt Kaffeekette Costa

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Von su mit Reuters, dpa
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Coca-Cola dringt in einen neuen Markt vor, der bisher von Starbucks dominiert wird: Der US-Getränkemulti legt mehr als fünf Milliarden Dollar für die britische Café-Kette Costa auf den Tisch. Die Branche kämpft mit einem Wandel der Verbrauchervorlieben in Richtung weniger zuckerhaltiger Getränke

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Heißer Kaffee soll das Geschäft von Coca-Cola beleben: Der
US-Getränkemulti legt mehr als fünf Milliarden Dollar (rund 4,4 Milliarden Euro) für die
britische Café-Kette Costa auf den Tisch. Coca-Cola dringt damit in
einen neuen Markt vor, der bisher von Starbucks dominiert wird.

Costa wurde 1971 in London gegründet, betreibt weltweit fast 4.000 Cafés und ist nach eigenen Angaben Marktführer in Großbritannien. Verglichen mit den rund 28.000 Starbucks-Filialen ist die Kette zwar weit abgeschlagen, doch das Geschäft gilt als attraktiv.

VERBRAUCHER WOLLEN WENIGER ZUCKER

Der Getränkemulti aus Atlanta kämpft wie Erzrivale Pepsi mit einem
Wandel der Verbrauchervorlieben - statt gezuckerter Softdrinks bietet
Coca-Cola gesundheitsbewussteren Kunden vermehrt Smoothies, Säfte,

Tees und andere kalorienärmere Getränke an. Sie reagieren damit auf das gestiegene Gesundheitsbewusstsein vieler Verbraucher und auf staatliche Vorschriften. In Großbritannien etwa wurde eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke eingeführt, auch in anderen Ländern gibt es derartige Steuern. In Deutschland lehnte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner im April einen solchen Schritt ab.

An der Börse schossen die Aktien des Costa-Verkäufers Whitbread nach
Bekanntgabe des Deals in die Höhe, der Kurs stieg zeitweise um rund
16 Prozent. Das britische Unternehmen, das eigentlich vor allem im
Hotelgewerbe tätig ist, hatte Costa 1995 für 19 Millionen
Pfund (heute 21 Millionen Euro) übernommen. Damals hatte die Kette 39 Läden.

Das Kaffeegeschäft gilt als Wachstumsmarkt - angetrieben durch die steigende Popularität von kleinen Spezialkaffeeläden, die nicht bloß normalen Kaffee verkaufen, sondern Cappuccinos und Latte Macchiatos in verschiedenen Geschmacksrichtungen nach den Wünschen der Kunden.

Im Kaffeemarkt mischt auch ein deutscher Wettbewerber kräftig mit. Die Milliardärsfamilie Reimann kontrolliert mit ihrer JAB Holding den Branchenriesen Jacobs Douwe Egberts mit Marken wie «Jacobs», «Tassimo» oder «Senseo» und Café-Ketten wie Peet's Coffee oder Stumptown Coffee Roasters. Die Ursprünge des Clans reichen bis Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als Johann Adam Benckiser und Karl Ludwig Reimann in Ludwigshafen eine Chemiefabrik aufbauten.

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