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Kletter-Boom auf Kalymnos

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Kletter-Boom auf Kalymnos

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Nicht allein kristallklares Wasser oder makellose Strände locken Urlauber auf die griechische Insel Kalymnos, sondern Felsen, Klippen und Berge.

Durch ihre scheinbare Unwirtlichkeit hält Kalymnos traditionelle Strand- und Badeurlauber eher fern, vor allem im Vergleich zu den namhafteren Nachbarinseln Kos und Rhodos.

Was auf andere Reisende abschreckend wirken mag, machte für einen Franzosen gerade den Reiz der Insel aus. Bergführer Simon Monmory erlag dem speziellen Charme von Kalymnos vor zehn Jahren. Er zog dauerhaft auf das Eiland:

"Kalymnos ist unschlagbar in Bezug auf Ästhetik und Schönheit. Auch im Bereich Felsqualität sowie bei der Anzahl der Klippen und Schwierigkeitsgrade liegt die Insel weit vorne. Es gibt Strecken für Anfänger und hochanspruchsvollee Routen für sehr weit Fortgeschrittene."

Infrastruktur der Insel verbessert

Vor zwanzig Jahren gab es in den Inseldörfern Masouri und Armeos nur ein paar Dutzend Häuser, eine Taverne und einen Tante-Emma-Laden für die Einwohner. Der Kletter-Tourismus brachte einen historischen Boom. Jetzt gibt es mehrere Hotels und ein Institut für Physiotherapie. Nicht fehlen darf natürlich ein Fachgeschäft für Bergsteigerzubehör, das Sofia Lagoudi führt:

"2006 ging es richtig los mit dem Klettern auf Kalymnos und vielen Besuchern. Hochsaison ist im Frühling und Herbst, wenn die Mehrheit arbeitet. Im Sommer geht das Geschäft zurück durch die hohen Temperaturen."

Früher hauptsächlich bekannt für die Schwammfischerei, hat Kalymnos inzwischen sein eigenes Kletter-Festival. Auf der Insel suchen jährlich rund 10.000 höhensichere Urlauber den Kick an Steilküsten und Abgründen. Sie haben die Qual der Wahl zwischen 4.000 Strecken.