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Manfred Weber: Ich kann und will es machen

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Manfred Weber: Ich kann und will es machen

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Manfred Weber hat seine Kandidatur für den Spitzenkandidaten der konservativen Europäischen Volkspartei bei den Europawahlen im nächsten Jahr bekannt gegeben.

Der Fraktionsvorsitzende der EVP hatte bereits die Unterstützung von Angela Merkel bekommen.

Weber stammt aus Bayern und gilt als intimer Kenner der Brüsseler Szene.

Nach seiner Erklärung beantwortete er nur widerwillig Fragen von Reportern, nachdem Euronews-Redakteur Darren McCaffrey ihn dazu drängte.

"Die Europäische Union hat den Kontakt zu den Bürgern verloren. Die Menschen sehen Brüssel als einen Ort der Bürokratie und der Eliten. Das will ich ändern."

Weber vertritt die zur Zeit stärkste politische Fraktion in Europa und stammt aus dem größten EU-Land. Der 46jährige gehört seit 2004 dem Europäischen Parlament an.

Allerdings verfügt er über keine Regierungserfahrung und ist außerhalb Brüssels so gut wie unbekannt. Außerdem könnte er noch einem Ruf nach Münschen folgen, sollte seine Partei bei den bayerischen Landtagswahlen einbrechen und einen personellen Neuanfang brauchen.

Nach den Europawahlen wird es vermutlich zu zähen Verhandlungen über die Ämterverteilung kommen.

In dieser Situation hätte Weber Stärken, die er ausspielen könnte, sagen Fraktionskollegen.

Peter Jahr: "Wenn man als EVP-Fraktion einen Spitzenkandidaten anbietet, muss man jemanden anbieten, der in ganz Europa wählbar ist und wo die Menschen sagen: Das ist der Kerl, den wir uns wünschen."

Daniel Caspary: "Die Stärke der Kandidatur von Manfred Weber ist, dass er wie kein anderer die Europäische Union und die 28 Mitgliedstaaten kennt. Er ist ja als Fraktionsvorsitzender sehr anerkannt, er hat bewiesen, dass er die Brücken bauen kann, die Europa heute so nötig hat."