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Perspektiven im Kosovo-Konflikt

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Perspektiven im Kosovo-Konflikt

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Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo ist vor zehn Jahren von Serbien abgefallen. Die EU versucht seit vielen Jahren erfolglos, zwischen den beiden zerstrittenen Nachbarn zu vermitteln.

Die Aussöhnung mit dem Kosovo ist die zentrale Bedingung für den EU-Beitrittskandidaten Serbien, sich weiter an Brüssel anzunähern.

Kosovo wird von mehr als 100 Nationen anerkannt, aber nicht von Serbien. Im Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo wird aktuell über einen Gebietstausch diskutiert.

Dazu Naim Rashiti, Politikanalyst der "Balkans Policy Research Group":

"Beide Seiten haben recht widersprüchliche Positionen und Erwartungen. Wir werden sehen, wie nah sie sich kommen können. Ein Landtausch wird nur funktionieren, wenn er einen umfassenden Frieden nach europäischen Maßstäben zwischen Kosovo und Serbien beinhaltet. Er muss so umgesetzt werden, dass die Region nicht belastet wird".

EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn lehnt einen Gebietstausch zwischen den Ländern nicht von vornherein ab, wenn dieser zu mehr Stabilität in der gesamten Region beiträgt.

"Nur wenn Kosovo und Serbien ihre Streitigkeiten beilegen, können sie sich wieder auf den Weg zum europäischen Beitritt begeben. Europa verändert sich rasant, durch den Brexit und andere internationale Herausforderungen. Kosovo und Serbien haben die Chance, ihren Konflikt zu beenden und die Zukunft zu gestalten".

Auf die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini kommt in den nächsten Monaten viel Arbeit zu. "Man arbeite an etwas Schwierigem, aber nicht an etwas Unmöglichem", so die EU-Chefdiplomatin.