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Gemischte Reaktionen auf Jean-Claude Junckers Rede zur Lage der Union

Gemischte Reaktionen auf Jean-Claude Junckers Rede zur Lage der Union
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Die Rede von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zur Lage der Union dauerte knapp eine Stunde. Juncker widmete sich darin vielen Themen. Die Reaktionen darauf waren unterschiedlich.

Euronews hat mit der irischen Abgeordneten Marianne Hawkins und Ryan Heath von der Politico gesprochen.

Laut Hawkins sei Junckers Rede sehr zurückhaltend gewesen. Zwar wurden einige gute Punkte genannt, allerdings habe Juncker nicht genug über das Soziale Europa gesprochen.

Zudem habe er die Jugend nicht erwähnt. Hawkings habe das Gefühl gehabt, es ginge um die Europawahl 2019 und wenn sie Wählerin wäre, sei sie nicht überzeugt worden, ihn zu wählen.

Erst Guy Verhofstadt von den Liberalen, so Hawkins, habe Energie hineingebracht, als er Antoni Legutko von der konservativen Fraktion, nach dessen Kommentar zur europäischen Uneinigkeit an die beiden Weltkriege und deren Todesopfer erinnerte. Europa sei nicht so vereint, wie man es vielleicht möchte, aber es sei viel vereinter, als es mal war.

Und genau das habe Juncker auch angesprochen: Man müsse die Herausforderungen gemeinsam meistern. Es sei schwierig, betont Hawkings, aber das sei ihr Job.

Für Ryan Heath von der "Politco" sei Junckers Rede insgesamt flach gewesen.

Was die Lage der Union sei, blieb laut Heath unbeantwortet. Antoni Legutko von der konservativen Fraktion sagte, dass Europa nie weniger geeint war und fragte Juncker, was dieser dagegen tun würde, so Heath.

Er habe den Eindruck gehabt, im Geschichstunterricht eines Erstsemestlers zu sitzen. Es wurden keine wirklichen Argumente dafür genannt, warum Italien oder Ungarn zu Europa halten müssen.

Junckers Rede habe eher einem Winseln als einem Schlachtruf geähnelt.