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May: Brexit-Verhandlungen befinden sich in einer "Sackgasse"

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May: Brexit-Verhandlungen befinden sich in einer "Sackgasse"

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Die britsche Premierministerin Theresa May hat am Regierungssitz in London eine kurzfristig anberaumte TV-Ansprache zur Brexit-Problematik gehalten. Damit reagierte sie auf den informellen EU-Gipfel, der am Donnerstag in Salzburg zu Ende gegangen war. Dabei konnten sich die EU-27-Länder und May erneut nicht über einen konkreten Fahrplan für den Brexit einigen.

May erklärte nun, sie werde nicht zulassen, dass ihr Land zerbricht. Sie stellte ebenfalls klar, dass sie den Ausgang des Brexit-Referendums weiterhin respektieren werde. Als wichtigste Streitpunkte nannte May die künftigen Handelsbeziehungen und die Lösung der Irlandfrage. Befürchtet wird, dass Grenzkontrollen zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland den Konflkt in der ehemaligen Bürgerkriegsregion wieder anfachen könnten.

May forderte die EU auf, Alternativen zu ihren eigenen Vorschlägen zu präsentieren. Man stehe bereit, auch für den Fall eines sogenannten "No Deal".

Die EU möchte die Verhandlungen mit Großbritannien im Laufe des Oktobers abschließen.

Für den Fall einer Nicht-Einigung zwischen den Parteien droht ein chaotischer Brexit mit unabsehbaren Folgen.

Der britische Brexit-Minister Dominic Raab sagte am Freitag, dass das Land bereits große Kompromisse bei seinen Brexit-Vorschlägen eingegangen sei.

Die Rede von May wurde zunächst für 15.00 Uhr MESZ erwartet, allerdings musste die Live-Übertragung wegen eines Stromausfalls in der Downing Street 10 verschoben werden.