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London: Verbaler Angriff von Boris Johnson auf Mays Brexit-Plan

London: Verbaler Angriff von Boris Johnson auf Mays Brexit-Plan
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Beim gestrigen Parteitag der Konservativen in London griff der ehemalige Brexit-Minister Boris Johnson zum wiederholten Male die Premiermnisterin Theresa May und ihren Chequers-Plan für den Brexit an.

May hatte versucht, Johnson zuvorzukommen, indem sie ein neues Einwanderungsgesetz angekündigt hatte, das Teil ihrer heutigen Rede sein sollte.

Bereits zwei Stunden vor Johnsons Rede bildeten sich Schlangen von Journalisten, die auf den ehemaligen Brexit-Minister warteten.

Johnson bezeichnete Mays Chequers-Papier als unbrauchbar und plädierte weiterhin für einen harten Brexit. Seine Unterstützer liefen mit T-Shirts mit aufgedruckten provokativen Slogans in der Konferenz-Halle herum.

In seiner Rede äußerte sich Johnson unter anderem zu Steuerkürzungen, dem Wohnungsmarkt und Margaret Thatcher. Normalerweise tut dies jemand, der Parteivorsitzender werden möchte.

Die Premierministerin bezeichnete Johnsons Äußerungen als einen Versuch, die Bevölkerung Nord-Irlands zu spalten. Nord-Irland gehöre aber zum Vereinten Königreich. Johnson und sie seien beide Mitglieder der Konservativen Partei, weil sie an die Vereinigung des Vereinten Königreichs glauben, so die Premierministerin.