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Nordkorea lädt Papst Franziskus ein

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Südkoreas Präsident Moon Jae-in hat Papst Franziskus im Vatikan getroffen. Bei dieser Gelegenheit übergab er ihm einen Brief des nordkoreanisches Führers Kim Jong Un, der den Pontifex nach Nordlorea einlädt.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in ist selbst praktizierender Katholik. Er sagte im Vatikan:

"Unsere Gebete in der Peterskirche für Frieden auf der koreanischen Halbinsel werden als Echo der Hoffnung in den Herzen der Menschen von beiden Koreas widerhallen, sowie in denen der Menschen auf der ganzen Welt, die sich Frieden wünschen."

In einem Artikel in der vatikanischen Tageszeitung "L'Osservatore Romano" hatte Moon Jae-in sich bei dem Papst für die Unterstützung, Frieden in Korea zu schaffen, bedankt. Hierfür sei ein Friedensvertrag unerlässlich.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Frieden auf der koreanischen Halbinsel könnte das unerwartete Treffen im Juni zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanisches Machthaber Kim Jong Un gewesen sein. Kim Jong Un hatte atomare Abrüstung versprochen.

Nordkoreas Verfassung garantiert zwar Religionsfreiheit, aber Priester dürfen sich nicht dauerhaft dort niederlassen. Vor dem Koreakrieg von 1950-53 lebten etwa 55 000 Katholiken in Nordkorea. Nach Schätzungen religiöser Einrichtungen sind es heute nur noch maximal 4.000.