Schwarze Börsenwoche nach Streit um Italiens Haushalt: EU-Treffen am 5.11.

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Von Kirsten Ripper  mit dpa, Reuters
Schwarze Börsenwoche nach Streit um Italiens Haushalt: EU-Treffen am 5.11.

Die EU-Finanzminister wollen sich am 5. November wieder mit den umstrittenen italienischen Haushaltsplänen befassen. Der Regierung in Rom wäre ein späterer Termin lieber.

Lassen Sie es mich klar sagen: Italien ist nicht das Problem.

Giovanni Tria Italiens Finanzminister

Denn sie sollte eigentlich spätestens am 13. November eine verbesserte Fassung mit weniger Neuverschuldung vorlegen.

Italiens Finanzminister Giovanni Tria weist die Furcht, dass Italiens Haushalt auch die anderen EU-Länder in eine Krise stürzen könnte zurück. Er erklärte:  "Die italienischen Schulden betreffen nur die Italiener. Was wir als italienische Regierung tun ist einfach: wir versuchen mit unserer Politik den Wünschen unserer Mitbürger zu entsprechen, um unseren eigenen Weg aus der Krise zu finden."

Tria sagte weiter: "Im Moment gibt es da unproduktive Schuldzuweisungen. Lassen Sie es mich klar sagen: Italien ist nicht das Problem."

Auch in Folge des Streits um den italienischen Haushalt endete eine schwarze Börsenwoche mit weiteren Verlusten. Der Dax in Frankfurt fiel zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2016.

Die Marktzinsen für italienische Staatsanleihen zogen in den vergangenen Wochen schon deutlich an. Sollte der Trend fortbestehen, müsste die Regierung immer mehr Zinsen für ihre Schulden bezahlen. Italien hat mit einem Schuldenstand von 130 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) den zweithöchsten Wert in der Eurozone