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Spanien streitet über Francos Grab - Umbettung sorgt für Proteste

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Tausende haben in Madrid gegen die geplante Umbettung des spanischen Ex-Diktators Franco protestiert.

Dessen Familie will dem spanischen Faschisten im Falle einer Umbettung der Leiche in der Almudena-Kathedrale im Zentrum Madrids eine neue Ruhestätte geben. Franco ist seit mehr als vier Jahrzehnten in einem riesigen Mausoleum nordwestlich von Madrid begraben:

"Es ist wirklich schrecklich. Es wäre so, als würde man Mussolini im Petersdom begraben. Wenn der Papst oder der Herr im Himmel nichts dagegen tut, werden wir den Diktator in der Kathedrale haben. Das ist obszön".

"Sie sollten ihn in seiner Heimatstadt begraben, ich weiß es nicht. Aber nicht an einem Ort, der zu faschistischen Wallfahrten werden könnte. Das wiederstrebt mir".

Juan Chicharro, der Präsident der Francisco Franco Nationalstiftung ist gegen eine Umbettung:

"Im Falle einer Exhumierung würden wir uns betrogen fühlen. Die katholische Kirche in Spanien verdankt Franco ihre Existenz. Es wäre eine Demütigung".

Die sozialistische Regierung in Madrid will die Umbettung möglichst bis Jahresende verwirklichen. In diesem Fall will die Familie, dass der Ex-Diktator neben seiner Tochter bestattet wird.