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Kroatien: Kampf den Schleppern

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Kroatien: Kampf den Schleppern

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Kroatiens Innenminister Davor Bozinovic hat den Vorwurf zurückgewiesen, demzufolge Polizisten Migranten an der „grünen Grenze“ zu Bosnien und Herzegowina misshandelt haben sollen. Seit der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 hat Kroatien seinen Grenzschutz deutlich verstärkt und die Truppen unter anderem mit Nachtsichtgeräten sowie Drohnen ausgestattet.

In diesem Jahr haben kroatische Polizisten bislang rund 500 Schlepper festgenommen.

Damir Butina ist der Befehlshaber im Grenzabschnitt Cetingrad. „Die kroatische Polizei spürt an der Staatsgrenze täglich Schlepper auf und nimmt sie fest“, sagt er. „Die Schlepper nutzen die Verwundbarkeit der Menschen aus, die die Grenze unrechtmäßig überqueren wollen, und verdienen damit eine Menge Geld“, so Butina.

Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Menschen, die illegal nach Kroatien eingereist sind, um 30 Prozent gestiegen. Die meisten stammen aus Afghanistan und Pakistan. Die kroatischen Behörden haben ihre Zusammenarbeit mit der EU-Grenzschutzbehörde Frontex verstärkt, bis 2020 will das Land dem Schengen-Raum beitreten.

euronews-Reporter Hans von der Brelie kommentiert: „Die Europäische Union und die kroatische Regierung haben massiv investiert, um die Außengrenze der Europäischen Union zu sichern. Die Außengrenze der Europäischen Union verläuft direkt hier. Die Europäische Union und die kroatische Regierung haben nicht nur in High Tech investiert, sondern auch in Personal. Ivana und Josip sind nur zwei von 6300 Polizisten, die diese Außengrenze sichern."