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Analyse: Trump und die Polarisierung

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Analyse: Trump und die Polarisierung

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REUTERS/Toru Hanai
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Im Wahlkampf hat Donald Trump nach Angaben des Weißen Hauses auf 50 Kundgebungen zu seinen Anhängern gesprochen und dabei selten ein Blatt vor den Mund genommen. Vor allem beim Thema Migration betrieb der US-Präsident eine mehr auf Emotionen und weniger auf Fakten beruhende Schwarz-Weiß-Politik.

Allan Lichtman ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er lehrt in Washington, D.C. an der American University und hatte nach der Wahl Trumps 2016 prophezeit, der US-Präsdent werde seine erste Amtszeit nicht überstehen. Im Euronews-Interview sagte Lichtman über Trump:

"Donald Trump ist der am meisten polarisierende Präsident in der modernen Geschichte unseres Landes. Er setzte im Wahlkampf auf Angst, Spaltung und Wut. Er versuchte nicht einmal ansatzweise, die Nation auf irgendeine Art zu einen. Polarisierung in der Politik ist in Amerika seit einiger Zeit gang und gäbe, eigentlich seit der Revolution des Republikaners Newt Gingrich im Jahr 1994. Aber unter Donald Trump hat die Polarisierung historische Ausmaße angenommen. Wenn wir allerdings berücksichtigen, dass Donald Trump auch flexibel sein kann, besteht durchaus die Aussicht auf einen Rückgang der Polarisierung innerhalb der kommenden zwei Jahre. Wenn denn Trump begreift, was für ihn selbst und für seine Partei förderlich sein kann."