Diese Feiern stehen denen in Dublin in nichts nach und ziehen jedes Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher an.
In Irland feiert man den St. Patrick’s Day seit Jahrhunderten am 17. März als Tag des irischen Erbes und der Kultur. Üblich sind Umzüge, grüne Kleidung sowie irische Musik und Tanz.
Auch außerhalb der Grünen Insel hat sich der Tag fest etabliert, etwa in Metropolen wie Chicago, New York, London und vielen anderen.
Von mehrtägigen Open-Air-Festivals über Straßenfeste bis hin zu grünen Lichtinstallationen und einer großen Auswahl irischer Spezialitäten: Die Feiern stehen Dublin in nichts nach und ziehen jedes Jahr Tausende Menschen an.
Hier eine Auswahl der besten Städte in Europa, um St. Patrick’s Day zu feiern.
Dublin: Originalziel für den St. Patrick’s Day mit weltberühmter Parade
Dublin gilt in Europa als ultimatives, authentisches Ziel für den St. Patrick’s Day und lockt jedes Jahr rund 500.000 Besucherinnen und Besucher an.
Das viertägige Festival vom 14. bis 17. März endet mit einer weltberühmten Parade von Parnell Square bis ins Stadtzentrum. Entlang der Strecke warten Livemusik, fantasievoll gestaltete Wagen, internationale Marching Bands, bunte Straßenpartys und Shows. Außerdem laden große Sessions mit traditioneller irischer Musik (Céilí) zum Mitmachen ein.
Zum Programm gehören zudem Comedy, familienfreundliche Schatzsuchen, Theater, spezielle Workshops, Kunstinstallationen in der ganzen Stadt und vieles mehr. Historische Pubs im Temple-Bar-Viertel und die älteste Kneipe der Stadt, The Brazen Head, feiern mit eigenen Veranstaltungen.
Im Guinness Storehouse genießen Besucherinnen und Besucher ein Pint mit Panoramablick aus der Gravity Bar auf dem Dach. Wer etwas Abstand vom Trubel sucht, schlendert über die South William Street oder durch Smithfield. Noch mehr Ausblicke bietet ein Spaziergang auf dem Dublin Coastal Trail.
München: Irische Dudelsackspieler, bayerische Bierkultur und „Oktoberfest in Grün“
München zählt ebenfalls zu den beliebtesten St.-Patrick’s-Day-Zielen und richtet die größte Parade mit Festival auf dem europäischen Festland aus. Gefeiert wird am Wochenende rund um den 17. März.
Der Umzug führt von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz. Mehr als 1.500 Mitwirkende und zwischen 40.000 und 50.000 Zuschauende sind jedes Jahr dabei. Irische Dudelsackspieler, Trommler und Tänzerinnen treffen auf örtliche Essensstände – die Innenstadt verwandelt sich in eine riesige Tanzparty.
Die mehrtägigen Feiern in der ganzen Stadt verbinden irische Traditionen mit der bayerischen Bierkultur. Viele sprechen vom „Oktoberfest in Grün“, einer Frühlingsversion des Kultfestes – ein Erlebnis, das vielen Gästen lange in Erinnerung bleibt.
Schon bei Vorevents und in Irish Pubs wie Killian’s und Kennedy’s tauchen Reisende in irische Musik und Tanz ein und erleben zugleich die bayerische Vorliebe für deftiges Essen und geselliges Trinken. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter macht als Schirmherr mit und steht gelegentlich sogar mit seiner Band auf der Bühne.
Wahrzeichen wie der Olympiaturm, die Allianz Arena und das Rathaus leuchten in grünen Lichtinstallationen und verstärken die Feststimmung.
Wer traditioneller feiern möchte, besucht am Samstagabend die Messe mit Konzert in der Ludwigskirche.
London: Königliche Traditionen, Irish Pubs und Kultparade
London veranstaltet eine der größten St.-Patrick’s-Day-Feiern Europas außerhalb Dublins – getragen von einer großen irischen Community mit mehr als 170.000 Menschen über mehrere Generationen hinweg.
Dazu gehört eine große Parade von Hyde Park bis Trafalgar Square. Wahrzeichen wie das London Eye, Nelson’s Column und die Brunnen am Trafalgar Square erstrahlen in Grün.
Im Pub The Dublin Castle in Camden herrscht besonders ausgelassene Stimmung. Über die ganze Stadt verteilt laden weitere Irish Pubs wie The Sun Tavern zu Themenabenden ein.
Fans von US-Sitcoms steuern The Windmill an: Der bekannte Pub verwandelt sich zum St. Patrick’s Day in Paddy’s Pub aus „It’s Always Sunny in Philadelphia“.
Wer königliche Zeremonien liebt, beobachtet, wie Mitglieder der Royal Family Kleeblätter an die Irish Guards überreichen – eine Tradition, die fast jedes Jahr stattfindet.
Wer lieber aktiv unterwegs ist als nur Guinness zu trinken, schließt sich einer St.-Patrick’s-Day-Stadtführung an. Der Rundgang startet am Parliament Square, führt durchs Theaterviertel und endet in Soho.
Prag: Guinness-Pop-ups, Galadinner und keltisch-tschechische Traditionen
Wer eine etwas andere St.-Patrick’s-Day-Feier sucht, ist in Prag richtig. Dort rückt man die tiefen keltischen Wurzeln der Stadt in den Mittelpunkt.
Dank einer großen Expat-Community und mehrerer authentischer Pubs wird der St. Patrick’s Day in Prag meist eine ganze Woche lang in der ganzen Stadt gefeiert – eine Mischung aus irischen Traditionen und tschechischer Bierkultur.
Die Parade findet sonntags statt und startet an der Kreuzung der Jindřišská-Straße mit dem Wenzelsplatz. Entlang der Route herrscht ausgelassene Stimmung mit viel irischer Musik und Tanz.
Der lebhafte Markt Holešovická tržnice verwandelt sich zusätzlich in einen Guinness-Pop-up mit Bier, irischem Whiskey, verschiedenem Essen und Livemusik.
Wer es gehobener mag, besucht das Benefiz-Galadinner „CIBCA St. Patrick’s Day“ im Restaurant MÁNES mit mehreren Gängen. Die Spenden kommen Opfern häuslicher Gewalt zugute.
Für ein klassisches Irish-Pub-Erlebnis bietet sich der älteste irische Pub der Stadt an, das James Joyce, mit einem vollen Programm über den ganzen Tag. Alternativ lockt das Whiskey Weekend in Gabby’s Irish Pub.
Mehrere Prager Wahrzeichen wie der Petřín-Turm und das Tanzende Haus werden ebenfalls grün angestrahlt.
Padua: Italienische Variante irischer Kultur vor antiker Kulisse
Padua, oder Padova, in Italien bietet mit dem Kultfestival „Irlanda in Festa“ eine weitere besondere Art, St. Patrick’s Day zu begehen. Es zählt zu den größten mehrtägigen Irland-Festivals Europas, obwohl in der Stadt traditionell keine große irische Gemeinde lebt.
Die Veranstaltung Ende März zieht mehr als 25.000 Menschen in die Universitätsstadt. Serviert werden Cider, Bier und Whiskey mit Irland-Bezug, dazu Pubs mit traditionellem Essen und Livemusik aus Irland.
Reisende erleben in dieser Woche eine besondere Mischung aus italienischer und irischer Kultur. Sie schlendern über den achthundert Jahre alten Markt unter dem Palazzo della Regione oder über historische Plätze wie den Prato della Valle.
Wer tiefer in Geschichte und religiöse Tradition Paduas eintauchen möchte, besucht die Universität oder die Basilika des heiligen Antonius. Einen lokalen Dreh zur irischen Kultur bietet ein Spritz im traditionsreichen Caffè Pedrocchi.
Paris: Jahrhundertelange St.-Patrick’s-Day-Tradition und Motto-Kneipentouren
Paris ist eine weitere attraktive Alternative zu Dublin und blickt auf eine rund 1500-jährige Verbindung zum Heiligen zurück, der der Überlieferung nach in Gallien, dem heutigen Frankreich, studiert haben soll.
Die Feiern konzentrieren sich vor allem auf historische Irish Pubs und das Centre Culturel Irlandais. Wahrzeichen wie Eiffelturm, Moulin Rouge und Sacré-Cœur erstrahlen in Grün und machen die „Stadt der Lichter“ zur Bühne für eine Party mit französischem Flair und echter irischer Tradition.
Beim mehrtägigen Festival des Centre Culturel Irlandais genießen Gäste traditionellen Tanz, Familienprogramme, Konzerte, Livemusik und Erzählabende.
Zwischendurch lohnt ein Abstecher in Irish Pubs wie The Green Linnet, Hide Pub oder Corcoran’s für ein Guinness. Beliebt sind auch Motto-Kneipentouren mit passenden Drinks und Kostümen, die meist in der Nähe der Bastille starten.