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Kalifornien: Feuerinferno fordert 9. Todesopfer

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Kalifornien: Feuerinferno fordert 9. Todesopfer

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REUTERS/Gene Blevins
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Teile Kaliforniens haben sich in ein Flammeninferno verwandelt. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht.

Die schweren Waldbrände haben ganze Landstriche verwüstet. Mindestens neun Menschen kamen ums Leben, die meisten Opfer starben nach Behördenangaben auf der Flucht in ihren Fahrzeugen.Tausende Feuerwehrleute auch aus anderen Bundesstaaten kämpfen gegen die Flammen. Wie die Feuerwehr mitteilte, breiteten sich die Brände durch auffrischende Winde schnell aus.

Zentrales "Camp Fire" in Nordkalifornien

In Paradise nördlich von Sacramento waren alle 27.000 Einwohner aufgefordert worden, die Stadt zu verlassen. Nur wenige, wie Terran Heine, trotzten der Lebensgefahr: "Ich habe mir die Stirn verbrannt, da bilden sich gerade Blasen. Auch meine Hand bekam etwas ab als ich die Katze und einige Fotos retten wollte. Ich war nicht in der Lage, an die Katze oder die Fotos ranzukommen."

Das sogenannte Camp Fire nahe Paradise erstreckte sich auf über 30.000 Hektar. Auch Patrick Knuthson blieb daheim: "So viel Rauch, alles voller Rauch. Auch mit Kopflampe konnte man nichts sehen. Hier in meiner Straße standen so an die 20 Häuser, jetzt sind da noch zwei. Die Flammen sprangen von Gebäude zu Gebäude, bis praktisch nichts mehr übrig war."

Großbrände auch im Süden

Sieben Autostunden südlich von Paradise wüten zwei weitere Großbrände. Der Flächenbrand in Ventura County bei Los Angeles umfasst 14.000 Hektar. Ein anderer Waldbrand bedroht den Prominenten-Wohnort Malibu am Pazifik. Der Pacific Highway musste auf einem Teilstück geschlossen werden. Nach offiziellen Angaben wurden bislang 6.700 Gebäude zerstört. Der nationale Wetterdienst sprach von extremen Bedingungen und warnte vor dem Ausbruch weiterer Brände. Medien zufolge handelt es sich um den verheerendsten Waldbrand in Kalifornien seit Beginn der Aufzeichnungen.