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Brexit-Deal im November immer unwahrscheinlicher

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Das Brexit-Abkommen ist fast ausgehandelt, aber nur fast: die Zeit läuft ab, so die Botschaft aus Brüssel, wo EU-Verhandlungsführer Michel Barnier die Minister der 27 EU Mitglieder informierte. Trotz Fortschritten scheint es zu spät für einen Gipfel im November, auf dem ein vorläufiges Abkommen von beiden Seiten unterzeichnet werden sollte.

Die größte Herausforderung für die britische Premierministerin Theresa May scheint es jetzt, ihre Brexit-Pläne ihrem Kabinett schmackhaft zu machen, wie der euronews Korrespondent Vincent McAviney in London meint:

"Das ist wirklich entscheidend, das enge Zeitfenster macht es kompliziert: Findet der Gipfel nicht in diesem Monat, sondern erst im Dezember statt, bleibt wenig Zeit für Theresa May, um das Abkommen und alle notwendigen Rechtsvorschriften vor Ablauf der Frist am 29. März, dem Ende des Artikel-50-Prozesses, durch das Unterhaus zu bringen. May muss also Boden gutmachen. Die Zeit arbeitet gegen sie, und selbst wenn es in Brüssel eine Einigung gibt, muss sie die durch das Unterhaus bringen, und das mit einer Labour Partei, die sich im Unklaren ist, ob sie einem Deal zustimmen würde. Dann wird es immer wahrscheinlicher, dass es zu einer neuen Parlamentswahl oder einem neuen Referendum kommen könnte."

Gerade ist die Herausforderung noch grösser geworden: selbst Pro-EU-Kollegen lehnen ihre Pläne ab. Boris Johnsons Bruder Jo Johnson hat gerade aus Protest das Kabinett verlassen. Andere könnten folgen.

Befürworter und Gegner des Brexit beider Lager im Parlament werden voraussichtlich jeden Vorschlag Mays ablehnen, den sie zur Abstimmung vorlegen könnte.

Selten wirkte das Vereinigte Königreich so uneins.