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Frankreich: "Gelbe Westen" gegen hohe Spritpreise

Frankreich: "Gelbe Westen" gegen hohe Spritpreise
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Sie tragen gelbe Rettungswesten (frz: "Gilets Jaunes") und stehen rum. Mit ihren Autos und blockieren den Verkehr. "Operation Schnecke" heißt das in Frankreich, "opération escargot".

Wegen steigender Spritpreise steht der französische Präsident Emmanuel Macron unter Druck. Er besteht darauf, dass die Steuerabgaben für Benzin steigen müssen, um

umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu fördern. Der Haushaltsentwurf der Regierung sieht höhere CO2-Steuern auf Benzin vor - als Teil einer von allen Verbrauchern gezahlten Kraftstoffsteuer. Autofahrer planen, am Samstag, 17. November, Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen im ganzen Land zu blockieren.

Zwei "Gelbwestler": "Viele haben einfach die Nase voll, das steht fest. Von diesem Druck überall, den Steuern, das ist einfach ein Haufen Zeug."

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"Ich fahre viele Kilometer zur Arbeit, also kostet mich das mehr und mehr Geld pro Monat und mein Gehalt steigt nicht".

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UMWELTSTEUERN

Eine Tonne Kohlendioxid wird in Frankreich im nächsten Jahr 55 Euro kosten, was sich in rund 10 Cent mehr pro Liter Benzin widerspiegelt. Trotz des jüngsten Rückgangs der Ölpreise stiegen die Benzinpreise zuletzt weiter an. Die „Gelben Westen“ regen sich auch über üppige Umstiegsprämien für Käufer umweltschonender Autos auf.

Edouard Philippe

Ministerpräsident Edouard Philippe kündigte soziale Abfederung an, etwa für Bezieher kleiner Einkommen, die im Auto zur Arbeit fahren. Aber:

"Es gilt das Gesetz, Verkehrsbehinderung ist strafbar. Ich sage den Franzosen: Sie haben natürlich das Recht zu protestieren, aber Sie müssen sich verantwortungsvoll verhalten und das Gesetz respektieren."

Die Steuern für Diesel-Kraftstoff sind nach früheren Angaben der
französischen Nachrichtenagentur AFP seit Jahresbeginn um 7,6 Cent
pro Liter gestiegen. Für Benzin sind demnach 3,9 Cent mehr Steuern zu
zahlen.

KRAFTSTOFFPREISE IN EUROPA

Frankreich liegt bei den Preisen in Europa auf Platz 11, mit einem Liter Kraftstoff um 1,38 €, laut FuelsEurope. Norwegen ist das teuerste Land, wo ein Liter Kraftstoff am 13. November 1,75 € kostete. Die Niederlande, Island, Italien und Griechenland gehören ebenfalls zu den fünf teuersten Ländern Europas und zu den 20 teuersten Ländern weltweit.

su