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Den Haag: Judo Grand Prix 2018

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Den Haag: Judo Grand Prix 2018

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Fünf Nationen wurden am ersten Tag des Judo Grand Prix 2018 in Den Haag mit Goldmedaillen geehrt.

Der Mann des Tages war Vazha Margvelashvili aus Georgien. Eine beeindruckend - dynamische Ippon Show brachte ihn ins Finale der Männer bis 66 Kilo – mit einem erstaunlichen Fußfeger gegen den Moldawier Denis Vieru zeigte er das Highlight des Kampfes.

Im Finale erwartete ihn Israels Weltranglistenerster Baruk Shmailov, ein erstes Treffen für die Kämpfer, die in der Rangliste dicht an dicht liegen. In einer lange unentschiedenen Begegnung war es Margvelashvili, der sich geschickt durchsetzte und den Sieg erkämpfte. Er sicherte sich so seine dritte Goldmedaille der World Judo Tour 2018.

Vazha Margvelashvil:

"Das war mein erster Kampf gegen Shmailov, er ist sehr stark. Und ich bin sehr froh, dass ich es geschafft habe, ihn zu schlagen. Als nächstes möchte ich den Osaka Grand Slam gewinnen, das ist wirklich ein Traum, denn wenn man in Japan kämpft, dann stehen da vier Samurai, die darauf warten, einen zu besiegen".

Otsuji Terumi war die Frau des Tages: vor dem ersten Wettkampftag wurde die 57 kilo Athletin auf Platz 163 der Weltrangliste geführt. Sie machte deutlich, dass eine Zahl nur eine Zahl und alles möglich ist. Bei ihrem ersten Auftritt schaffte sie gleich den Sprung aufs Treppchen.

Im Finale traf sie auf Lu Tongjuan aus China. Mit einem Koschi-Guruma brachte sie Lu zu Boden und liess sie nicht mehr entkommen. Dank ausgezeichneter Kontrolle über den Kopf ihrer Gegnerin und ihrer Hartnäckigkeit erkämpfte sie den Sieg und den Platz ganz oben auf dem Podium.

Den ganzen Tag zeigte Otsuji Terumi, was gutes, dominantes Judo ist - sichtlich emotional nahm sie ihre Goldmedaille entgegen.

"Mein härtester Kampf war gegen Gneto aus Frankreich, es war ein langer Kampf bis zum Golden Score, wir haben lange gekämpft, habe ich all meine Ausdauer gebraucht."

Mongolische Judo-Fans freuen sich, dass der 21-fache IJF World Tour Medaillengewinner Amartuvshin Dashdaava seiner Sammlung eine weitere Goldmedaille hinzufügen konnte.

Eine großartige Vorstellung überlegener Newaza-Technik der Belgierin Charline Van Snick brachte ihr in den Niederlanden den Titel der 52 Kilo-Klasse, die neunte Goldmedaille auf der Weltjudotour für sie und zur Freude ihrer belgischen Fans.

Die Ukrainerin Marina Tscherniak gewann ihren zweiten Grand-Prix-Titel in der 48 Kilo Klasse - mit einem fantastischen Ko-Soto-Gake gegen die Chinesin Xiong Yao.

Den Wurf des Tages lieferte Margriet Bergstra. Die -57 kg Kämpferin begeisterte ihr Publikum zu Hause mit einem spektakulären, traditionellen Uchi-Mata in ihrem Eröffnungskampf.