Im zweiten Kriegswochenende von USA und Israel gegen Iran fürchtet die EU Energieschocks und Rezession – und fragt sich, wie lange sie noch abseitsstehen kann.
Die Europäische Union stellt sich auf mögliche weitreichende Folgen des Iran-Kriegs ein. In Brüssel mehren sich die Forderungen nach einem Eingreifen, um Verbraucher vor wirtschaftlichen Folgen zu schützen und die Energieversorgung zu sichern.
Über diese unmittelbaren Sorgen hinaus wirft der Krieg auch grundlegende Fragen nach der Außenpolitik der EU und ihrer Rolle in einer zunehmend gefährlichen und chaotischen Welt auf.
Vor diesem Hintergrund traten die Europaabgeordneten Antonio López-Istúriz von der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) und Daniel Attard von der sozialdemokratischen S&D-Fraktion (Sozialisten und Demokraten) in der Euronews-Sendung The Ring gegeneinander an und verteidigten ihre Sicht auf die Reaktion der EU auf den Konflikt.
Beide Abgeordneten verurteilen das Regime in Teheran und sind sich einig, dass die EU die iranische Bevölkerung weiter unterstützen muss, die nach politischem Wandel verlangt.
Attard sieht in Berichten über iranische Minenleger im strategisch wichtigen Seeweg der Straße von Hormus ein Zeichen dafür, dass das Regime stark geschwächt ist und auf eine Abrechnung zusteuert.
López-Istúriz fordert, dass die EU klar an der Seite ihrer demokratischen Verbündeten steht, darunter der USA und Israels. Er weist die Darstellung des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zurück. Dieser hatte die US-israelischen Angriffe auf Iran als Verstoß gegen das Völkerrecht und gegen die Werte verurteilt, die der EU besonders wichtig sind.
Diese Ausgabe von The Ring moderiert Mared Gwyn Jones. Produzenten sind Luis Albertos und Amaia Echevarria, den Schnitt verantwortet Vassilis Glynos.
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