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Brexit spaltet Großbritannien

Brexit spaltet Großbritannien
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Abingdon ist eine pulsierende Marktstadt mit rund 36.000 Einwohnern. Die Stadt liegt an der Themse, etwa neun Kilometer südlich von Oxford. Nahezu 57 Prozent der Wähler unterstützen Großbritanniens verbleib in der EU. Der Brexit teilt die Gemeinschaft.

"Brüssel und Westminster mögen weit entfernt sein, aber der Brexit ist im Moment das Gesprächsthema der Stadt, sowohl unter den Befürwortern als auch den Gegnern. Die Geschäftswelt sucht Antworten.

Gary Cooper betreibt einen Blumenladen in Abingdon, der viele seiner Pflanzen über den Ärmelkanal importiert.

"Ich denke, der Freihandel ist das Wichtigste für mein Geschäft. Achtzig Prozent der Blumen in Großbritannien werden aus den Niederlanden importiert und auch viele andere Dinge kommen von dort. Wir verkaufen Kerzen, wir verkaufen Vasen und wir kaufen das meiste davon in Amsterdam. "

Gleich nebenan führt Paul Blachut ein polnisches Lebensmittelgeschäft. Es ist eines von dreien, dass er gegründet hat, seit er auf der Suche nach einem besseren Leben nach Großbritannien gekommen ist.

"Wir wissen nicht, was passieren wird, weil noch nichts vereinbart wurde. Ich hoffe, dass Brüssel und Westminster eine Vereinbarung finden werden, die uns dabei helfen wird, den Freihandel aufrechtzuerhalten, und wir keine Einfuhrsteuern zahlen müssen".

So wie Paul Blachut geht es vielen Einwanderern. Dabei geht es nicht nur um den Freihandel, sondern auch um das Aufenthaltsrecht.

"Großbritannien wird in Zukunft nicht mehr so lukrativ sein, wie es derzeit ist. Viele Polen und Osteuropäer kehren nach Europa zurück. Und wenn sie nicht nach Polen gehen, dann eben in andere europäische Länder. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Ich hoffe nur, dass wir eine Vereinbarung treffen, die die Freizügigkeit der Menschen respektiert".

Von den Brexit Anhägern werden Geschäftsleute wie Paul Blachut kein Mitgefühl erwarten dürfen. Es gibt viele, die wollen, dass nach dem Brexit Abkommen mit der Europäischen Union, Großbritanniens Grenzen künftig schwerer zu überwinden sind.

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