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Russische Veteranen fordern Söldner-Untersuchung

Russische Veteranen fordern Söldner-Untersuchung
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Eine Gruppe ehemaliger russischer Soldaten und Paramilitärs fordert vom Internationalen Strafgerichtshof eine Untersuchung zum Einsatz von Söldnern.

Der Kreml bestreitet, dass an der Seite der russischen Armee auch Einheiten kämpfen, die über private Firmen angeheuert wurden. Die Rekrutierung von Zivilisten für ausländische Kampfeinsätze ist in Russland verboten, dennoch gibt es immer wieder Berichte, in denen von Söldern die Rede ist, die unter anderem in Syrien eingesetzt werden. Jewgeni Schabajew, Chef einer paramilitärischen Gruppierung, sagt:

„Es gibt eine Verordnung des Präsidenten, die die Veröffentlichung von Opferzahlen verbietet, aber den Daten zufolge, die wir aus Quellen erhalten haben, gab es mehr als 1000 Tote. Die Menschen, die in diesen Statistiken auftauchen, stehen nicht in einem Arbeitsverhältnis mit staatlichen Stellen und haben keine Verbindung zu diesen", so Schabajew.

Valentina Berdysheva sagt, ihr ältester Sohn Alexander sei gemeinsam mit weiteren Männern im Oktober 2016 als Söldner angeworben worden, um in Syrien zu kämpfen. Mindestens einer der Männer sei gefallen, meint sie.

Die russischen Veteranen, die den Internationalen Strafgerichtshof angerufen haben, wissen auch einige Politiker hinter ihrem Anliegen. Viktor Alksnis, der für zwei nationalistische Parteien in der Duma saß und in der Sowjetarmee diente, sagt: „Die Regierung ist verpflichtet, diesen Menschen rechtliche und soziale Garantien zu gewährleisten und sich um die Familien zu kümmern, natürlich auch im Todesfall oder bei einer schweren Verwundung. Das ist die Pflicht der Regierung."

Angaben des Kremls zufolge sind im Auftrag der russischen Armee 170 zivile Ausbilder in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz. Diese Mission ist laut Moskau durch einen Beschluss des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen abgesichert.