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Atomstreit mit dem Iran: Salehi setzt auf EU und sagt: "Wir können auch wieder wie früher"

Atomstreit mit dem Iran: Salehi setzt auf EU und sagt: "Wir können auch wieder wie früher"
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REUTERS/Yves Herman
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Der Druck seitens der USA auf den Iran steigt. Immer mehr Unternehmen, auch aus Europa, beenden ihre Geschäfte mit dem Iran; zu groß ist die Angst vor Sanktionen durch die USA und zu wichtig ist das transatlantische Geschäft. Doch auch der Iran will Stärke zeigen. Vizepräsident Ali Akbar Salehi malt ein düsteres Bild für den Fall, dass der Atomdeal scheitert – und sucht die Nähe zur EU:

"Wir halten uns an den Atomdeal. Das hat auch die Internationale Atomaufsichtsbehörde zum 13. Mal überprüft. Bisher haben wir nicht gegen unsere Zusagen verstoßen und wir planen auch nicht, das zu tun. Ich als jemand, der in die Verhandlungen eingebunden war, der den Vertrag versteht und ihn im Kontext unseres nationalen Interesses sieht, hoffe zwar nicht, dass dieser Tag kommen wird, aber wenn jemand anweist, den Vertrag aufzukündigen, werden wir unsere Arbeit machen. Dann können wir auch so weitermachen wie früher. Das geht ganz einfach und ist keine leere Drohung."

"Die Beziehung zwischen dem Iran und der Europäischen Union ist derzeit sehr gut. Ein Überleben des Atomvertrags würde eine Grundlage für Interaktion und Kooperation schaffen. Mit der Zeit könnten wir dann über viele Dinge sprechen, bei denen wir nicht einer Meinung sind – Dinge, über die wir schon gesprochen haben wie beispielsweise Menschenrechte. Wir könnten über verschiedene Themen sprechen mit dem Ziel der Interaktion und Zusammenarbeit. Iran und Europa können sich gegenseitig sehr gut ergänzen. Iran ist der goldene Schlüssel zum Frieden im Nahen Osten."

In dem Abkommen von 2015 verpflichtet sich der Iran unter anderem zu Beschränkungen und Kontrollen seiner Urananreicherung. US-Präsident Donald Trump hat das Abkommen wieder aufgekündigt, andere Länder halten weiter daran fest.