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European Cinema Night: "Bergman: A Year in a Life"

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European Cinema Night: "Bergman: A Year in a Life"

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Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman war der gefeierte Star auf der "European Cinema Night" in Budapest. Der Veranstalter präsentierte den neuen Dokumentarfilm "Bergman: A Year in a Life".

Die ungarische Verleihfirma lud alle Kinoenthusiasten kostenlos in die Vorstellung ein. Dazu Filmverleiher Peter Donath, von Elfpictures:

"Bergman hat vielen geholfen, menschliche Gefühle und Emotionen aus verschiedenen und neuen Blickwinkeln zu betrachten. Der jungen Generation ist Bergmann relativ unbekannt. Dieser Dokumentarfilm ist perfekt für Jugendliche, um in die Welt von Bergman einzutauchen".

Die Dokumentation ist ein Werk der schwedischen Filmregisseurin und Journalistin Jane Magnusson. Sie will jedoch keine idealistische Figur von Bergman schaffen.

Filmtheoretiker Professor Gabor Gelencser ist Bergmanexperte:

"In den 30er Jahren war er als Teenager Austauschschüler in Deutschland und er war beeindruckt von Hitler. Er schrieb später darüber. Dieser Dokumentarfilm erwähnt dies und fügt einen Kommentar hinzu. Er hat Hitler selbst nach 1945 noch zu lange unterstützt. Es dauerte lange, bis Bergman erkannte, was in der Nazizeit passiert war".

Der Dokumentarfilm konzentriert sich auf das arbeitsreiche Jahr 1957. An sechs Produktionen arbeitete Bergman gleichzeitig. Er war erst 38 Jahre alt, hatte aber 6 Kinder von 3 verschiedenen Frauen.

Dazu Dr. Andras Murai, Dozent an der "Metropolitan University" in Budapest:

"Bergman spricht in all seinen Filmen über sich. Die Schauspieler sind sein Werkzeug, um seine Probleme, Zweifel und Ängste zu vermitteln. Gleichzeitig hat er einen Weg gefunden, uns das Chaos seines Privatlebens zu vermitteln und uns darin selber zu erkennen".

Im Juli diesen Jahres wäre Ingmar Bergman 100 Jahre alt geworden. Für viele gilt der geniale aber auch schwierige Bergmann als bester Filmregisseur aller Zeiten.