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Lokführergewerkschaft GDL erklärt Tarifverhandlungen mit Bahn für gescheitert

Lokführergewerkschaft GDL erklärt Tarifverhandlungen mit Bahn für gescheitert
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REUTERS/Kai Pfaffenbach
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Mit zwei verschiedenen Gewerkschaften muss die Deutsche Bahn aktuell über neue Tarifverträge verhandeln: Mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Lokführergewerkschaft GDL. Letztere hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn nun für gescheitert erklärt.

Das Unternehmen habe bis zum Mittwochmorgen kein neues Angebot abgegeben, das die GDL gefordert hatte, teilte die Gewerkschaft am Verhandlungsort in Eisenach mit.

Sie wolle nun das weitere Vorgehen beraten. Zu einem Streik darf sie nach geltender Vereinbarung erst nach dem Ende der Schlichtung aufrufen.

Neues Angebot von der Deutschen Bahn erwartet

"In diesem Jahr wird es voraussichtlich keine Streiks mehr geben", sagte eine GDL-Sprecherin. Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky betonte: "Der Ball liegt auf der Seite der Deutschen Bahn AG. Der Arbeitgeber hat es in der Hand, ein verbessertes Angebot vorzulegen, sonst werden wir im Januar über weitere Schritte entscheiden."

Die Deutsche Bahn will im aktuellen Tarifkonflikt den beiden Gewerkschaften EVG und GDL am Mittwochvormittag "ein neues, verbessertes Angebot" vorlegen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Morgen aus Bahnkreisen. Mit der EVG will die Bahn um 10.00 Uhr weiterverhandeln.

Die GDL war wie die größere Gewerkschaft EVG vor zwei Monaten mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Einkommen in die Tarifrunde eingestiegen. Die Lokführergewerkschaft vertritt rund 36.000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

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