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Tsunami in Indonesien: Zahl der Opfer steigt auf über 370

Tsunami in Indonesien: Zahl der Opfer steigt auf über 370
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Der Ausbruch des Anak Krakatau in Indonesien: Er bewirkte eine Kettenreaktion, die den verheerenden Tsunami zur Folge hatte, wie die indonesische Agentur für Meteorologie am Montag bestätigte. Durch die Erschütterung rollten demnach Gesteinsmassen ins Meer, die die Flutwelle auslösten.

Die bestätigte Zahl der Toten liegt bei über 370. Der Katastrophenschutz rechnet mit weiteren Opfern. Etwa 12.000 Menschen wurden evakuiert. Darunter auch Noning. "Als die Welle kam, war ich etwa zwei Kilometer vom Strand entfernt, also bin ich nach Hause gerannt und dann hierher, um mich in Sicherheit zu bringen", berichtet er. "Ich traue mich jetzt noch nicht wieder nach Hause, weil noch alles überflutet ist. Wir gehen zurück, wenn andere Leute auch zurückgehen."

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten halten an. Die Regierung stellte Bagger und anderes schweres Gerät bereit und schickte Tausende Soldaten und Polizisten in die Katastrophengebiete an den Küsten der Inseln Java und Sumatra. Etwa 1500 Menschen wurden verletzt. Mehr als 100 werden vermisst. Die Betroffenen werden auch durch Freiwilligenorganisationen versorgt.

"Was wir im Moment brauchen sind Kleidung und Essen, denn die Menschen hatten bei der Flucht keine Zeit, Vorräte mitzunehmen", so ein Mann aus Teluk Labuan auf Java. "Außerdem wurden viele persönliche Dokumente weggeschwemmt."

Zwischen dem Vulkanausbruch in der Nacht zum Sonntag und der Ankunft der Flutwelle lagen laut Behörden nur 24 Minuten. Das Frühwarnsystem habe nicht gegriffen, weil es nicht auf Unterwassererdrutsche oder Vulkanausbrüche ausgerichtet sei. Der Tsunami traf die Küsten und ihre Urlaubsresorts weitestgehend unvorbereitet.