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Sexuelle Belästigung: Spacey geht in die Offensive

Sexuelle Belästigung: Spacey geht in die Offensive
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Der US-amerikanische Schauspieler Kevin Spacey muss sich ab Januar wegen sexueller Belästigung vor Gericht verantworten. Seit den Vorwürfen war Spacey abgetaucht, jetzt meldet er sich mit einem YouTube Video.

Es hat einen doppeldeutigen Titel: "Let Me Be Frank", "lassen Sie mich offen sprechen" - oder: Lassen Sie mich Frank sein. Drei Minuten lang gibt Spacey noch einmal den skrupellosen Präsidenten Frank Underwood, seine letzte Paraderolle in der Serie "House of Cards".

"Natürlich haben manche alles geglaubt und warten jetzt mit angehaltenem Atem darauf, dass ich alles gestehe. Ungeduldig warten sie darauf, dass alle Vorwürfe wahr sind und ich bekomme, was ich verdiene. Aber ohne Beweise würden Sie die üblen Vorwürfe nicht glauben – oder? Ohne Fakten würden Sie kein Urteil fällen – oder würden Sie das tun? Nein, Sie würden das nicht – Sie nicht."

Er sät Zweifel, gibt sich kämpferisch - ohne die gegen ihn vor über einem Jahr erhobenen Vorwürfe auch nur zu erwähnen.

Das Video kam kurz nach der Meldung, dass sich Spacey vor Gericht wird verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Massachusetts teilte mit, Spacey solle am 7. Januar dem Haftrichter vorgeführt werden.

Als Schauspieler weiß Spacey zu überzeugen, vor Gericht wird das nicht genügen.