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Lawinengefahr in den Alpen: Verschüttetes Kind gerettet

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Der Regen der vergangenen Tage hat in Tirol die Lawinengefahr erhöht. Oftmals werde das Risiko unterschätzt, sagt Rudi Mair, Meteorologe beim Lawinenwarndienst in Tirol.

"Wir haben jetzt eine sehr intensive Wetterperiode gehabt, mit sehr starkem stürmischem Wind. Das hat viel Schnee verfrachtet und das hat dazu geführt, dass wir derzeit eine durchaus kritische Lawinensituation haben."

In Obergurgl bei Sölden ist am ersten Weihnachtsfeiertag eine deutsche Wintersportlerin ums Leben gekommen. Sie hatte bei einer Tour im ungesicherten Gelände auf rund 2500 Metern Höhe mit ihrem Bruder eine Lawine ausgelöst. Während ihr Bruder sich retten konnte, wurde die 33-Jährige verschüttet. Die Einsatzkräfte konnten sie nach rund 35 Minuten nur noch tot bergen.

In Frankreich konnten Retter ein verschüttetes Kind bergen

Im Skigebiet La Plagne im französischen Teil der Alpen konnten Helfer am Mittwoch ein verschüttetes Kind lebendig befreien. Ein Suchhund hatte das Kind aufgespürt, wie die zuständige Gendarmerie mitteilte. Einen Menschen lebendig nach mehr als 15 Minuten unter den Schneemassen wiederzufinden, der kein sogenanntes Lawinenverschüttetensuchgerät (LSV) dabei hat, gleiche einem Wunder, hieß es.

Wie die Zeitung La Dauphine schreibt, handelte es sich bei dem Kind um einen zwölfjährigen Jungen. Er sei von der riesigen Lawine rund 400 Meter mitgerissen worden, bevor er unter ihr begraben wurde. Ein LSV hatte er der Junge dem Bericht zufolge nicht dabei. Nach rund einer Stunde fand ihn ein Hund – es war bei Bewusstsein, unter dem Schnee hatte sich ein Luftloch gebildet. Der Junge habe zu einer Gruppe von sieben Wintersportlern gehört, die ohne spezielle Ausrüstung in dem Skigebiet in der Region Savoyen unterwegs gewesen sein sollen.

Innenminister Christophe Castaner dankte dem Hundeführer und dem Tier namens Gétro am Donnerstag auf Twitter. „Bravo an diese Helden des Tages“, schrieb er.

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