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Schweden: Offenbar Durchbruch bei Regierungsverhandlungen - vier Monate nach Wahl

Stefan Löfven
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Reuters - Reuters
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Bei den Regierungsverhandlungen in Schweden könnte es - vier Monate nach der Wahl - einen Durchbruch gegeben haben.

Die Sozialdemokraten gaben bekannt, dass sie sich mit dem bisherigen Koalitionspartner, den Grünen, sowie den Liberalen und der Zentrumspartei inhaltlich geeinigt hätten.

Die Vereinbarung muss noch die Gremien der Parteien passieren. Dann könnte der bisherige sozialdemokratische Regierungschef Stefan Löfven weiterregieren.

Allerdings gibt es zumindest bei Liberalen und der Zentrumspartei noch Vorbehalte. Bisher hatten die Liberalen und die Zentrumspartei in Opposition zur rot-grünen Regierung gestanden.

Die Chefin der Zentrumspartei, Annie Lööf, teilte mit, sie wollte ihrer Partei vorschlagen, einer Neuwahl von Stefan Löfven zuzustimmen.

Bisher sah es nach Neuwahlen aus. Von den traditionellen Regierungsblöcken Rot-grün und Konservativ-liberal hatte bei den Wahlen im September keiner die notwendige Mehrheit erreicht.

Und eine Zusammenarbeit mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten, die auf 17,5 Prozent gekommen waren und damit drittstärkste Kraft wurden, hatten alle anderen Parteien ausgeschlossen.

Am Montag werden nun die Vorsitzenden der Parteien der Reihe nach von Parlamentspräsident Andreas Norlén im Reichstag in Stockholm empfangen.

Im Anschluss will Norlén einen Kandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten bekanntgeben, über den die Reichstagsabgeordneten am Mittwoch abstimmen sollen.

Löfven war bei einer vorherigen Abstimmungen bereits einmal durchgefallen.