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Sorgenkind Rumänien übernimmt EU-Ratspräsidentschaft

Sorgenkind Rumänien übernimmt EU-Ratspräsidentschaft
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Vertreter von EU und rumänischer Regierung haben im Athenäum von Bukarest die erste EU-Ratspräsidentschaft des Landes feierlich eingeläutet.

Die Rumänen übernehmen den Vorsitz zu einem besonders kritischen Zeitpunkt. Zwischen Brexit und der anstehenden Europawahl kämpft die Regierung in Bukarest auch mit einer schweren innenpolitischen Krise. Kritiker in Brüssel befürchten, dass Rumänien mit der Rolle als Vermittler und Moderator zwischen den EU-Staaten überfordert sein könnte. Rumänien gilt angesichts hartnäckiger Probleme mit Korruption als Sorgenkind der Europäischen Union. Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker fand deutliche, aber auch unterstützende Worte.

"Die Europäische Union besteht aus Kompromissen, aber wenn es um Menschenrechte geht, wenn es um die Rechtsstaatlichkeit geht, wenn es um die Achtung der Rechtsstaatlichkeit geht, wenn es um die Bekämpfung der Korruption geht, gibt es keinen Kompromiss. In diesen Monaten wird die Kommission, die ein Freund Rumäniens ist - auch wenn manche Leute in diesem Land manchmal daran zu zweifeln scheinen - Ihnen wie immer zur Seite stehen."

Rumäniens Präsident Klaus Iohannis appelierte an den Zusammenhalt Europas

"In Vielfalt vereint" ist nicht nur ein einfaches Motto, sondern Ausdruck der Tatsache, dass unsere Gewerkschaft ein langfristiges Projekt ist, das sich ständig neu gestalten kann, ohne seine Grundwerte und Prinzipien aufzugeben."

Rund um den Veranstaltungsort war die Stimmung dagegen weniger feierlich. Viele Rumänen sind frustriert von den Versuchen der Regierung, korrupte Politiker zu begnadigen. Bei eisigen Temperaturen harrten sie aus und riefen "Wir wollen Europa, keine Diktatur."

Viele junge Rumänen verlassen ihre Heimat, um im Ausland ihr Glück zu suchen. Die Regierung hofft, mit einer erfolgreichen EU-Ratspräsidentschaft das Land wieder attraktiver zu machen.