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Venezuelas Oppositionschef Guaidó erklärt sich zum Präsidenten

Venezuelas Oppositionschef Guaidó erklärt sich zum Präsidenten
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Der Präsident des entmachteten venezolanischen Parlaments, Juan Guaidó, hat sich zum Interims-Staatschef erklärt. Die USA und Kanada erkannten den Oppositionsführer unmittelbar danach als rechtmäßigen Übergangspräsidenten Venezuelas an. Auch den Segen der „Organisation Amerikanischer Staaten“ (OAS) hat er.

Guaidó verkündete seine Machtübernahme auf einer Demonstration gegen Amtsinhaber Nicolas Maduro. Diesem werfen die Protestteilnehmer Machtmissbrauch vor. Sie fordern seinen Rücktritt. Maduro war vor zwei Wochen zu seiner zweiten Amtszeit vereidigt worden – trotz massiven Widerstands im eigenen Land und internationaler Kritik. Viele Staaten sehen Maduros Wiederwahl als nicht rechtmäßig an.

Straßenschlachten und Tote

Bei den jüngsten Protesten lieferten sich Demonstranten und Polizisten teils heftige Auseinandersetzungen. Vermummte Teilnehmer warfen Steine, die Polizei feuerte Tränengasgranaten und Gummigeschosse in die Menge. Bereits im Vorfeld der Demos hatte es bei Straßenschlachten und Plünderungen Tote gegeben.

Maduro forderte unterdessen seine Anhänger auf, seine sozialistische Regierung zu verteidigen. Die diplomatischen Beziehungen zu den USA wurden abgebrochen, das diplomatische Personal müsse innerhalb von 72 Stunden das Land verlassen, so Maduro.

Mexiko hat angekündigt, an der Maduro-Regierung festzuhalten. Unterstützt wird der Amtsinhaber auch von seinen Verbündeten Kuba, Bolivien und Nicaragua.

Venezuela ist unter Maduro immer tiefer in eine Versorgungskrise gerutscht, die Preise stiegen allein im vergangenen Jahr um über eine Million Prozent.

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